Wenn Basteln zur Therapie wird

Aktion Werdauer Geschäft war am Kreativwochenende gut besucht

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Ines Steinmetzer bastelte zu den Werdauer Kreativtagen große Weihnachtssterne. Foto: Thomas Michel

Werdau. Ines Steinmetzer aus Leubnitz hatte am Wochenende alle Hände voll zu tun. Die 56-Jährige betreute im "Alten Schützenhaus" an der Zwickauer Straße im Rahmen des diesjährigen Kreativwochenendes des Werdauer Bastelgeschäftes von Jürgen Rohleder eines der vielen verschiedenen Bastelangebote. "Ich bin zwar eigentlich nur eine Kundin des Bastelgeschäftes, aber ich helfe bei solchen Aktionen auch gerne mit", sagte die Frau, für die das Basteln auch eine besondere Art der Therapie ist.

"Beleuchtete Häuser" waren der Renner

Ines Steinmetzer hat eine schwere Krankheit und ist für jede Ablenkung dankbar. "Ich habe bis jetzt bei allen elf Kreativwochenenden teilgenommen und dabei auch immer etwas Neues dazugelernt", erzählte die Leubnitzerin, welche vor Jahren mit der Gestaltung von Glückwunschkarten angefangen hat.

Am Wochenende bastelte sie mit vielen der kleinen und großen Besuchern im "Alten Schützenhaus" große Weihnachtssterne in Gold und Silber. "Es sieht komplizierter aus als es ist", lachte Ines Steinmetzer, die - statt die einzelnen Handgriffe zu erklären - meist parallel zu ihren Besuchern selbst einen Stern entstehen ließ. "Die machen sich bestimmt gut bei mir zu Hause an den Fenstern", meinte sie.

Die Renner des 11. Kreativwochenendes waren aber "beleuchtete Häuser", weshalb diese Modelle gleich an mehreren Tischen angeboten wurden. Für ein solches Haus war schon wegen der Farbe viel Geduld vonnöten. Und Jürgen Rohleder, seine Tochter Jana Modes und das Team an Helfern hatten an beiden Tagen richtig zu tun.