Wenn eine Zwickauerin zurückkehrt

Konzert Wunderbare Abende mit Helga von Wangenheim im Schumann-Haus

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Die Schauspielerin Helga von Wangenheim (mi.) mit der Pianistin Raminta Lampsatis und Sängerin Darynn Zimmer. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Der gebürtigen Zwickauerin und Wahl-Berlinerin Helga von Wangenheim wurde am Wochenende eine ganz besondere Ehre zuteil. Die Professorin für Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg durfte Platz im Robert-Schumann-Sessel nehmen - für den literarischen Part zweier Konzerte im Robert-Schumann-Haus.

Ihre gute Freundin und Kollegin Raminta Lampsatis, ebenfalls Professorin an der Hamburger Musikhochschule, durfte auf dem berühmten Wiener Hammerflügel, der einst Clara Wieck gehörte, Claras und Roberts Stücke zu Gehör bringen. Zusammen mit der New Yorker Sopranistin Darynn Zimmer, die sonst in Konzertsälen wie der Carnegie Hall auftritt, gaben die beiden Professorinnen zwei wunderbare Konzerte, die das Publikum mit großem Applaus honorierte.

"Wir wollen nach diesen beiden Programmen nächstes Jahr ein neues nach Zwickau bringen, mit Schaudergeschichten", sagt Helga von Wangenheim, für die die Konzerte im Rahmen des Historischen Markttreibens doch etwas ganz Besonderes waren. Die 76-Jährige verbinden ganz viele Erinnerungen mit ihrer Geburtsstadt.

"Ich bin hier 1941 zur Welt gekommen, ein richtiges Kriegskind. Im Dom wurde ich getauft, gewohnt haben wir in der heutigen Lothar-Streit-Straße. Ich habe die Humboldtschule besucht und werde heute meinen Schullehrer Johannes Kolbe besuchen, dem ich für die wunderbare musikalische Erziehung sehr dankbar bin. Hier habe ich meine Ausbildung zur Bibliotheksassistentin gemacht. Ich freue mich sehr, dass die Stadt sich so positiv entwickelt hat", sagt die Schauspielerin, die Zwickau mit 18 Jahren verlassen und in ihrer Jugend in mehreren Filmen mitgewirkt hatte.