"Wer nicht wagt, der nicht gewinnt"

Chance Die erste Förderung nach dem neuen Teilhabechancengesetz

Mülsen. 

Mülsen. Kurz vor 13 Uhr. Der Gastraum im Gasthaus "Zur Schmiede" in Mülsen ist gefüllt. Hinter dem Tresen steht die Inhaberin Ramona May. Neben ihr steht Maik Kießling. Er ist hier seit 15. Januar neuer Mitarbeiter und gleichzeitig der erste Förderfall des Jobcenters Zwickau nach dem neuen Teilhabechancengesetz. Beide berichten von ihren Erfahrungen.

Ramona May beschreibt sich selbst als "Mensch mit Herz".Sie möchte Chancen geben und Menschen mit schwierigen Lebensumständen dabei unterstützen, im Berufsleben Fuß zu fassen. So entstand auch die Idee, Maik Kießling als Helfer für die Küche und Service sowie für Hauswarttätigkeiten einzustellen. Im Kontakt mit dem Jobcenter wurde sie zu den neuen Fördermöglichkeiten beraten und beschreibt die Erfahrungen mit der zuständigen Beraterin als durchweg positiv.

Der Arbeitstag ist eine wohltuende Konstante

Der Lebensweg von Maik Kießling ist bisher keineswegs geradlinig verlaufen, umso mehr freut er sich nun "vorwärts zu kommen". Nach der ersten Woche im neuen Job fühlt er sich gut und im Team des Gasthauses angekommen. Vergangene Woche hatte er seinen Hygienepass erhalten und kommende Woche beginnt die Fahrschule. Seine Chefin beschreibt er als tolle Ansprechpartnerin und den Arbeitsalltag als wohltuende Konstante und ein Stück "Normalität".

Noch gelingt es ihm nicht immer, offensiv auf die Gäste zuzugehen. Aber bald wird das auch funktionieren. Ramona May hat die neue Förderung bereits einem anderen Arbeitgeber in der Region empfohlen und findet, dass sie für die Arbeitgeber die notwendige Sicherheit bietet, um die Menschen in Ruhe im neuen Job ankommen zu lassen.

Und ihr neuer Mitarbeiter meinte: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!" Jobcenterchefin Michaela Ungethüm findet, dass das Teilhabechancengesetz wichtige und richtige Instrumente beinhaltet, welche den Kundinnen und Kunden des Jobcenters eine neue Perspektive eröffnen und echte Chancen bietet.