Werbeaktion statt Tarifvertrag für Sanitäter

Streik Glauchauer wollen den Druck erhöhen

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Bild: DRK

Glauchau. Schon vor rund einem Monat befanden sich die Glauchauer Sanitäter des Deutschen Roten Kreuz im Streik. Die Verantwortlichen des DRK waren bisher nicht zu Verhandlungen für einen eigenen Tarifvertrag bereit. Die Gewerkschaft Verdi äußert Kritik an dem Plan einer Werbeaktion des DRK. Um Fachkräfte für sich zu gewinnen, sollen bestehende Mitarbeiter neue Mitarbeiter anwerben. Als Prämie gäbe es 700 Euro für die Werbenden.

"Mit ihrem Verhalten schadet die Geschäftsführung nicht nur ihren eigenen Mitarbeitern, sondern dem gesamten Verein. Weitere Streiks ließen sich vermeiden, wenn der Arbeitgeber bereit wäre, wenigstens erst einmal an den Verhandlungstisch zu kommen", so DGB-Kreisverbandsvorsitzende von Zwickau, Sabine Zimmermann. "Statt Nasenprämien sind nur ordentliche Tarifverträge ein Garant für Gute Arbeit. Das zieht Fachkräfte an und schafft Perspektiven in der Region."

Um den Druck auf das DRK zu erhöhen sind weitere Streikmaßnahmen geplant.