Werdau: Schnäppchenjäger schlagen bei Rädern zu

FLOHMARKT Werdauer Stadtverwaltung nimmt 251 Euro ein

Werdau. 

Werdau. Zur mit Spannung erwarteten Premiere des Werdauer Herbstflohmarktes hat die Stadtverwaltung sogenannte Fundfahrräder versteigert.

Frank Schubert schlüpfte in die Rolle des Auktionators und war am Ende seiner Arbeit nicht unzufrieden. "Von den zehn angebotenen Fahrrädern haben wir immerhin für sieben einen neuen Besitzer gefunden", freute sich der Mann aus dem Rathaus, nach dessen Aussage die Räder in den letzten zwei bis drei Jahren von Werdauer Bürgern, Mitarbeitern des Ordnungsamtes und der Polizei gefunden und angegeben wurden.

"Bei der Versteigerung dürften einige Schnäppchenjäger ordentlich zum Zug gekommen sein, obwohl wir keine Garantie für eine ordnungsgemäße Funktion gegeben haben", meinte Frank Schubert, der für die sieben versteigerten Räder 249 Euro der Stadtkasse zuführen konnte. Dazu kamen noch zwei Euro für ein Laufrad, dass ein Flohmarkt-Anbieter spontan zur Verfügung stellte.

Allerdings war das Laufrad nicht lange im Besitz von Frank Schubert. Denn Nadine Pröhl aus Lichtentanne hatte die Gunst der Stunde genutzt und sich das Gefährt für ihre kleine Tochter - die wird aber noch einige Zeit in ihrem Kinderwagen kutschiert - gesichert. Für ihre 11-jährige Tochter Joline gab es kurz darauf noch ein schmuckes Kinderfahrrad, für das sich jedoch nicht nur das Mädchen und ihre Mutti zu interessieren schien. So gab es um den gut erhaltenen Drahtesel einen regelrechten Wettstreit, bei dem Frank Schubert ordentlich zu tun hatte. Am Ende ging es nur noch in Ein-Euro-Schritten voran.

Bei 36 Euro war Feierabend und Joline freute sich über das Rad. "Zwei Kinderräder für wenig Geld, was will ich mehr", lachte Nadine Pröhl zufrieden.