Werdau: Stadt- und Dampfmaschinenmuseum - Bastler aus Österreich gibt Einstand

DAMPFTAGE Das Museum ist ein Besucher-Magnet

Werdau. 

Werdau. Für Alois Aigenstuhler war das Wochenende in Werdau eine Premiere. Der 72-Jährige aus der Nähe von Salzburg war einer der Teilnehmer an den 21. Werdauer Dampftagen im Stadt- und Dampfmaschinenmuseum, wo an beiden Tagen insgesamt 20 Aussteller ihre Modelle und dampfbetriebenen Apparaturen den über 400 Besuchern präsentierten.

"Ich hatte von den Werdauer Dampftagen gelesen und von Bekannten auch schon einiges davon gehört. In diesem Jahr wollte ich mit meinem Sägewerk dabei sein", sagte Alois Aigenstuhler zum Zustandekommen der Idee für die Reise nach Westsachsen. Die wurde für den Pensionär allerdings erst ziemlich kurzfristig zur Wirklichkeit. "Im Frühjahr gab es keinen freien Platz mehr, weshalb ich mich über den Anruf aus dem Museum gefreut habe", sagte der Österreicher, welcher an beiden Tagen aufgrund des großen Interesses der Besucher an seinem Sägewerk im Maßstab 1:10 ordentlich zu tun hatte. "Mit den Arbeiten am Sägewerk habe ich schon im Jahr 2005 begonnen. Weil ich an einem Punkt nicht weiter kam, gab es eine Pause von zehn Jahren", erzählte der Bastler. Erst als er in seiner Heimat ein ähnliches historisches Sägewerk fand und sich von den Werkzeugen und Einrichtungen Fotos beziehungsweise Aufzeichnungen machte, wurde das Projekt vollendet. Dazu kam noch eine Hobelwerkstatt, für die sich Alois Aigenstuhler die historische Werkstatt seines Cousins als Vorbild genommen hatte.Neben seinem Sägewerk hatte Alois Aigenstuhler auch Zeit, sich im Museum anzusehen.