Westsächsische Erfolge in Ostthüringen

MOTORSPORT Traditionsrennstrecke Schleizer Dreieck rief zum 85. Mal

Schleiz. 

Schleiz. Auf der ältesten noch befahrenen und zudem Natur-Rennstrecke Deutschlands, dem Schleizer Dreieck, stieg ausnahmsweise am letzten Juli-Wochenende das nun schon 85. Internationale Schleizer Dreieckrennen. Um eine Terminkollision mit dem ebenfalls von ostdeutschen Race-Fans stets sehr gut besuchten Motorrad-WM-Lauf im tschechischen Brünn am kommenden Wochenende aus dem Weg zu gehen, entschlossen sich die Verantwortlichen vom Traditionstermin Anfang August abzuweichen. Dieses Angebot nahmen in Summe aller drei Veranstaltungstage Freitag bis Sonntag rund 29.000 Zuschauer dankend an.

Titelverteidiger wieder voll auf Kurs

Mit dabei waren natürlich auch wieder zahlreiche westsächsische Rennfahrer bzw. auch eine Rennfahrerin. In der Top-Klasse Superbike 1000 lockerte die 31-jährige Zwickauerin Sarah Heide die Männerdomäne wieder auf. Sie belegte in den beiden Rennen bei ursprünglich 20 Teilnehmern die Plätze 16 und 17.

Mit 400 ccm Hubraum weniger müssen die Piloten in den gemeinsamen Rennen der Kombi-Klasse Supersport 600/Superstock 600 auskommen. In der Meisterschaftsklasse Supersport 600 reiste der 22-jährige Hohenstein-Ernstthaler Max Enderlein als klarer Tabellenleader an. Mit einem dritten Platz und einem weiteren Laufsieg konnte er seine Führung in der Gesamtwertung weiter festigen.

In der aus den Gesamtergebnislisten herausgelösten Wertung der nur als Cup ausgeschriebenen Klasse Superstock 600 ging der 18 Jahre junge Moritz Jenkner, ebenfalls am Sachsenring zu Hause, als Trainingsschnellster ins erste Rennen, in dem er allerdings stürzte und zum zweiten nicht mehr antrat. Der dritte Hohenstein-Ernstthaler im Bunde, der seit Anfang des Monats 17-jährige Paul Fröde, wurde in der selben Kategorie unter 17 Protagonisten einmal Dritter und einmal Vierter.

Heimkehrer mit gutem Einstand

In der Nachwuchsklasse Supersport 300 erhielt aus westsächsischer Sicht der amtierende Meister Toni Erhard aus Schwarzenberg imaginäre Unterstützung in Gestalt des erst 15-jährigen Marvin Siebdrath. Der Wildenfelser hatte in der jüngeren Vergangenheit in diversen spanischen Serien versucht, den internationalen Durchbruch zu schaffen, kehrte nun aber mitten in der Saison 2019 in die deutsche Szene zurück. Während der drei Jahre ältere Toni Erhard in Schleiz die Plätze vier und sieben belegte, wurde Marvin Siebdrath einmal Achter und einmal Zehnter.

Auch die Seitenwagen-Klasse ist zweigeteilt. Hier unterscheidet man die Sidecars mit Motoren mit 1.000 ccm Hubraum und jene mit nur 600 ccm. Auf der Strecke sind allerdings kaum Unterschiede zu sehen, sodass die Ergebnislisten bunt gemischt sind. Der 51-jährige Uwe Neubert aus St. Egidien war wieder als Co-Pilot im Boot der Bayern Josef Sattler unterwegs. Im ersten Rennen wurden sie Gesamtfünfte und zugleich drittbestes 600er-Team. Im zweiten Lauf sah man nach einem technischen Defekt keine Zielflagge.