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Wie geht es mit dem "Riot" nun weiter?

Jugendzentrum Ende September könnte das Jugendzentrum schließen

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Bei den Ferienaktionen war das Jugendzentrum "Riot" in den letzten Tagen gut besucht. Auf dem Sportplatz war Bewegung angesagt und auch im Gebäude selbst herrschte Trubel. Doch wie lange es den noch gibt, ist fraglich. Denn der Kreisverband Zwickau der Arbeiterwohl (Awo) will das Kinder- und Jugendzentrum an der Waldenburger Straße in Lichtenstein Ende September schließen.

Alternative wird gut angenommen

Laut Leiterin Giulia Lehmann sind die meisten Besucher zwischen 10 und 14 Jahren alt. Bereits im vergangenen Winterhalbjahr hatten auch Eltern beklagt, dass die Lage des Jugendzentrums ungünstig sei, gerade in der "dunklen Jahreszeit". Mit dem Schulklub der Kleistschule entwickelte sich eine Alternative, die gut angenommen wird, offenbar zu Lasten des Zuspruchs im "Riot".

Fördermittel als Doppelhaushalt eingestellt

Die Awo hat seit 2017 die Regie im Jugendzentrum und bekommt neben Fördermitteln des Kulturraumes auch 18.000 Euro von der Stadtverwaltung Lichtenstein als Zuschuss zu Personal- und Sachkosten. "Diese Summen sind auch im Doppelhaushalt 2019/2020 eingestellt", teilte Bürgermeister Thomas Nordheim (Freie Wähler) kürzlich mit, nachdem im Internet Diskussionen um die Zukunft des Jugendzentrums entbrannt waren.

Viele Herausforderungen und offene Fragen

Als Alternative könne ein Ausbau des Schulklubs der Kleistschule ein Thema sein. Der soll dann auch für Besucher offen sein, die nicht an der Schule lernen. Auch eine Wiederbelebung der "Station" in direkter Nachbarschaft der Kleistschule sei vorstellbar. Doch auch mit Blick auf das "Riot" ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen. Der Verein "Voice of Art", der hier regelmäßig Konzerte veranstaltet, überlegt laut dem Vorsitzenden Karsten Böhm, die Einrichtung zu übernehmen. Vor allem mit Blick auf die Finanzierung gibt es da aber einige Herausforderungen und offene Fragen.



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