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Wie geht es weiter mit der Draisine?

Eklat Eisenbahnfreunde dürfen Bahnstrecke nicht mehr nutzen

Wolkenburg. 

Wolkenburg. Seit vielen Jahren rollt Toni Naumann vom Freundeskreis Muldentalbahn schon mit einer Draisine von Reinholdshain bis Penig und zurück, über Wolkenburg. Die Fahrten erfreuen sich großer Beliebtheit: "Ich habe in den letzten Jahren tausende Fahrgäste zwischen Remse und Penig chauffiert. Es gab immer nur positives Feedback", so Naumann. Doch nun soll Schluss damit sein. Die für das letzte Wochenende geplante Tour wurde ihm kurzerhand verboten - vom neuen Investor der Strecke. Der Grund dafür sei in erster Linie ein rechtlicher: "Die Draisine hat keine Zulassung. Wenn da etwas passiert, sind wir verantwortlich", sagte der Investor.

Die Eisenbahnenthusiasten könnten die Strecke gern kaufen und dann das Risiko selbst tragen, fügte er hinzu. Für Toni Naumann und die Eisenbahnfreunde ist das ein Schlag ins Gesicht. "Wir sind entsetzt", bringt es Matthias Melzer vom Freundeskreis Muldentalbahn auf den Punkt. Eine einzige Person lege das Engagement vieler, das über Jahre gewachsen ist, einfach so lahm, so Melzer weiter. Dabei betont Naumann, dass es im März per Handschlag mit dem neuen Investor die Vereinbarung gegeben habe, dass der Freundeskreis Muldentalbahn weiter auf der Strecke wirken könne. Für Andrea Heinig, die im Schloss Wolkenburg arbeitet, ist das Verhalten des Investors ebenso wenig nachzuvollziehen.

"Die Eisenbahner geben sich alle Mühe, den Ort auch touristisch zu beleben und bekommen Steine in den Weg gelegt", sagte sie. Die Draisinefahrten seien seit Langem gut angekommen und Wolkenburg überaus dienlich, so Heinig. Für die Eisenbahnfreunde ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. "Ich habe verdammt viel Ausdauer und Biss, wenn ich etwas will", sagt Toni Naumann.

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