Wie läuft die Sanierung des Bismarkturms?

Sanierung Besucher dürfen Ende 2018 wieder auf den Turm

Glauchau. 

Glauchau. Bei der Sanierung des Bismarckturms in Glauchau haben die Experten einige Überraschungen entdeckt. Dazu gehören hohle und lockere Natursteine in der Fassade. Sie befinden sich genau an den Stellen, wo bei der Errichtung des Turmes die Gerüstverankerungspunkte im Sandstein waren. Zudem gibt es vom Stein abgerissene Fugenmörtel. Im Bereich der Brüstung macht sich die Erneuerung aller vier Eckbereiche erforderlich.

Die zusätzlichen Schäden waren nach Angaben der Stadtverwaltung, die sich um die Sanierung des Wahrzeichens kümmert, erst vom Gerüst aus zu erkennen. "Das Gerüst muss nun für die Sanierung der Natursteinbereiche aufgestockt, erhöht und verstärkt werden. Außerdem sollen Traversen eingebaut werden, um die Steine zu bewegen", sagt Rathaussprecherin Bettina Seidel. Dabei machen sich massive Eingriffe in das Mauerwerk erforderlich.

Voraussichtlich sind die Arbeiten Ende 2018 beendet

Für den ersten Bauabschnitt der Turmsanierung steht ein Budget von rund 230.000 Euro zur Verfügung. Reichen die Mittel durch die eingangs beschriebene Entwicklung überhaupt noch aus? "Die Stadtverwaltung arbeitet derzeit daran, den ursprünglichen Kostenrahmen des ersten Bauabschnittes möglichst einzuhalten. Dies bedeutet, dass die notwendig gewordenen zusätzlichen Leistungen an der Gerüstkonstruktion sowie der Außenhülle des Turmes durch die Reduzierung beziehungsweise den Wegfall von anderen Leistungen finanziert werden müssen", informiert Bettina Seidel.

Als Beispiel nennt sie, dass die zunächst geplante Modernisierung der Elektrotechnik innerhalb des Bismarckturmes zunächst einmal nicht umgesetzt werden soll. Eine gute Nachricht gibt es für Besucher, die das 46 Meter hohe Wahrzeichen von Glauchau besteigen wollen. "Der Turm wird voraussichtlich Ende 2018 wieder geöffnet und begehbar sein", sagt Bettina Seidel. Zur Erinnerung: Seit 2014 ist der Bismarckturm, von dem man bis zum Völkerschlachtdenkmal in Leipzig sehen kann, gesperrt.