Wie war es früher in Rußdorf?

Finale Sonderschau im Esche-Museum nur noch bis Sonntag zu sehen

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Barbara Wiegand-Stempel lädt zum Finale der Rußdorf-Schau ein. Foto: A.Büchner/Archiv

Limbach-Oberfrohna. Nur noch bis zum kommenden Sonntag ist die Ausstellung "Rußdorf - 90 Jahre zu Sachsen" im Esche-Museum zu sehen. An diesem Tag wird letztmals um 15 Uhr Familie Barth durch die Sonderschau führen. "Wir wollten das Leben im 'alten' Rußdorf durch verschiedene Exponate näher beleuchten", teilte Barbara Wiegand-Stempel mit. "Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein gab es im Ort namhafte Betriebe und ein reges Geschäftsleben. Vieles ist vergangen -teils Opfer der Inflation, teils Opfer der sozialistischen Wirtschaftspolitik, teils Opfer der Wendezeit."

Es gibt viel Interessantes zu berichten

Laut der Museumsleiterin sind manche Fabriken und Unternehmen nur noch dem Namen nach bekannt, alte Fabrikgebäude stehen nicht mehr, sind Ruinen oder ihre Nutzung hat sich geändert. "Wir möchten jedoch auch zeigen, dass Neues entstanden ist, wenn auch die alte Vielfalt nicht mehr erreicht werden wird. Es haben sich wieder kleine Unternehmen mit internationalen Kontakten in Rußdorf angesiedelt, deren Potenzial vielen nicht bewusst ist", so Wiegand-Stempel. Mitglieder des Fördervereins hatten zur Ausstellung angeregt und auch viel Material dafür bereit gestellt. Hauptschwerpunkt sind Texte, die aber nur Bruchstücke von dem erzählen, was es Interessantes zu berichten gäbe. Immer wieder sorgt der historische Fakt für Erstaunen, dass der kleine Ort einst zum Herzogtum Altenburg gehörte und sozusagen eine "Enklave" auf sächsischem Gebiet war.

Fotos mit dem berühmten "Schlagbaum" sind vielen ein Begriff. Die Darstellung der Zeit des späten 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war laut Wiegand-Stempel eine Phase, in der regional die Orte ganz massiv gewachsen sind. Die Museumsleiterin kann sich vorstellen, dass künftig auch die anderen Ortsteile ausführlicher in der Sonderausstellung präsentiert werden.