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Wie war Jugendarbeit in der DDR?

Ausstellung In Zwickau gibt es Wissenswertes über Junge Gemeinden bis zur Wende

Zwickau. 

Zwickau. Im Gemeindehaus der Marienthaler Pauluskirchgemeinde ist derzeit eine Wanderausstellung des Werdauer Martin-Luther-King-Zentrums zur Arbeit und dem Leben der Jungen Gemeinden in der DDR zu sehen. Auf zwanzig Schautafel wird aufgezeigt, wie schwer es jungen Christen im Osten Deutschlands nach dem Krieg gemacht wurde, sich als Gruppe in einem kirchlichen Umfeld zu bewegen und ihre Ideale zu verwirklichen. Anlässlich eines Gemeindeabends der Marienthaler Paulusgemeinde trat jetzt die Berliner Theologin Ellen Ueberschär dort als Gastrednerin auf. Nicht ohne Grund, denn bei der Gestaltung der Ausstellung wurden auch mehrere wissenschaftliche Arbeiten der promovierten Theologin als Quellen herangezogen.

Für die Theologin war die JG sehr wichtig

"Ich haben von meiner Konfirmation bis zur Wende aktiv in der Jungen Gemeinde mitgearbeitet. Meinem Wunsch, Medizin zu studieren, hat man von staatlicher Seite einen Riegel vorgeschoben. Ich haben dann zunächst eine Ausbildung als Facharbeiterin für Datenverarbeitung absolviert und ab 1988 an der Theologischen Hochschule in Ost-Berlin Theologie zu studiert", berichtete die 50-Jährige, die seit 2017 gemeinsam mit Barbara Unmüßig das Vorstandsduo der Heinrich-Böll-Stiftung bildet. Die Mitarbeit in der Jungen Gemeinde habe in ihrem Leben eine sehr wichtige und prägende Rolle gespielt. So gründete Ellen Ueberschär in Berlin selbst eine Junge Gemeinde und arbeitete später in der Jugendarbeit aktiv auf kreiskirchlicher Ebene mit. Die Ausstellung "Bekenntniszeichen - Die Junge Gemeinde in der DDR im Spannungsfeld zwischen Staat und Kirche" verbleibt bis zum 21. November im Gemeindehaus der Pauluskirchgemeinde.

Besichtigt werden kann sie dienstags und donnerstags jeweils von 15 bis 20 Uhr, sowie sonntags nach dem Gottesdienst.



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