Wildenfelser Verein glücklich über hohe Ehrung

Festakt "Silberne Halbkugel" hat Platz im Schlosssaal gefunden

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Auch ohne ein finanzielles "Anhängsel" hat die "Silberne Halbkugel" für Karl Weiß ein große Bedeutung. Foto: Andreas Wohland

Wildenfels. Im Rahmen eines Festaktes anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres wurde vor wenigen Tagen die "Silberne Halbkugel" des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz an den Freundeskreis Schloss Wildenfels übergeben. Es ist die höchste Auszeichnung, die auf dem Gebiet des deutschen Denkmalschutzes vergeben wird.

Europaweit bekannt geworden

Im französischen Straßburg nahm eine Abordnung des Vereines die Trophäe aus den Händen von Komitee-Präsidentin Martina Münch entgegen. Gewürdigt wurde damit das Engagement des Freundeskreises "Schloss Wildenfels", dessen Mitglieder es geschafft haben, die altehrwürdigen Gemäuer vor dem Verfall zu retten und das Schloss gleichzeitig zu einem kulturellen Zentrum auszubauen. Außerdem ist es gelungen, einmalige Schätze restaurieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So gehört der "Blaue Salon" auf Schloss Wildenfels längst zu den Kulturgütern, deren Bekanntheitsgrad weit über Westsachsen hinausreicht. Gleiches trifft schon jetzt auch auf das chinesische Kabinett zu, bei dem derzeit die Restaurierung der historischen Seidentapete vorgenommen wird.

Obwohl die Verleihung der "Silbernen Halbkugel" mit keinerlei finanziellen Zuwendungen verbunden ist, stellt sie für Vereinsvorsitzenden Karl Weiß einen beträchtlichen Gewinn dar. "Unser Schloss ist dadurch deutlich über die Grenzen der Region hinaus bekannt geworden. Und das nicht nur deutschland-, sondern erfreulicherweise sogar europaweit. Das sollte man keinesfalls unterschätzten und es dürfte sich auch für die Zukunft auszahlen", sagte er. Zudem sei die Auszeichnung hauptsächlich auch eine Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit, die in den zurückliegenden Jahren von den Mitgliedern des Freundeskreises geleistet wurde.