Wildtiere im Zirkus: Linke fordern ein Verbot

Politik Fraktion Die Linke Glauchau setzt sich für Tierschutz ein

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Foto: ollo/Getty Images

Glauchau. Zirkusunternehmen, die mit gefährlichen Wildtieren unterwegs sind, sollen künftig keine kommunalen Flächen in Glauchau mehr zur Verfügung gestellt bekommen. Diesen Vorschlag hat die Linken-Fraktion im Stadtrat unterbreitet. Das Gremium entscheidet zur nächsten Sitzung am Donnerstag über den Linken-Antrag. Die Beratung beginnt 18.30 Uhr im Ratssaal.

In 70 Städten schon Realität

In der Vergangenheit haben die Zirkusleute vor allem auf dem Festplatz an der Hammerwiese ihre Zelte aufgeschlagen. Die Fläche soll - falls die Linken für ihren Vorschlag eine Mehrheit finden - künftig für Unternehmen mit Wildtieren tabu sein.

Dazu gehören unter anderem Elefanten, Flusspferde, Giraffen, Großbären, Großkatzen, Nashörner, und Wölfe. "Mit der Beschränkung soll den Gefahren, die mit der Haltung dieser Tierarten in mobilen Einrichtungen einhergehen, Rechnung getragen werden. Glauchau sollte auf Tierschutz bei der Vergabe der öffentlichen Flächen setzen", teilen die Linken-Stadträte in ihrem Antrag mit.

Darin steht auch, dass schon geschlossene Verträge oder Zusagen von der Änderung unberührt bleiben sollen. Rund 70 Städte haben in Deutschland ein Wildtier-Verbot beschlossen.

Weitere Themen im Stadtrat: Auf der Tagesordnung steht der Jahresabschluss der Westsächsischen Entwicklungs- und Beratungsgesellschaft (kurz: Weberag), die sich um die Wirtschaftsförderung in Glauchau kümmert. Zudem wird über eine Erhöhung der Eintrittspreise für das Sommerbad beraten.