Winnetous Vater ganz nah

Leute Gojko Mitic gibt Einblick in sein Leben und Schaffen

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Anja Michel aus Langenhessen brachte als Indianerfilme-Fan ein passendes Geschenk für den Schauspieler Gojko Mitic mit. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Der Schauspieler Gojko Mitic, der durch DEFA-Indianerfilme eine sehr große Popularität in der DDR genoss, erzählte am Samstag auf Einladung des Kunst- und Kulturfördervereins Fraureuth e.V. vor rund 200 Zuhörern in der Alten Turnhalle, wie er als jugoslawischer Sportstudent zum Film kam.

Der 76-Jährige zeigte auch Ausschnitte aus seinen Filmen und erzählte, wie sie gedreht wurden. Zusammen mit dem Autor Eberhard Görner las er einige Passagen aus dessen Roman "In Gottes eigenem Land", der am 29. April an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul seine Uraufführung und Premiere feiern wird. Mitic wird im Stück die Rolle des Indianerhäuptlings "Fliegender Pfeil" spielen. Er beantwortete auch die Fragen zum neuen "Winnetou"-Fernsehfilm, in dem er Winnetous Vater gespielt hat.

Kein Autogrammwunsch blieb unerfüllt. "Ich kann es nicht glauben, dass ich zwei Autogramme von Gojko Mitic bekommen habe", sagte die achtjährige Laurenne Michel aus Langenhessen. Auch ihr drei Jahre älterer Bruder Conner zeigte stolz eine signierte Autogrammkarte des Schauspielers, der sich mit ihm, seiner Schwester und Mutter bereitwillig für ein Erinnerungsfoto ablichten ließ. "Ich war so alt wie Laurenne, als ich meinen ersten Indianerfilm gesehen habe und bin seitdem, genau wie meine Mutter, ein Riesenfan von Gojko Mitic. Auch meine Kinder kennen alle seine Indianerfilme bestens. Und jetzt steht er neben uns, unglaublich", sagte die junge Frau, die Mitic am Samstag einen Tabakbeutel schenkte. "Ich habe ihn gestern gemacht, als ich gestern erfahren hatte, dass Gojko Mitic nach Fraureuth kommt", sagt Anja Michel.

Vom puren Gänsehautgefühl sprach auch der Crimmitschauer Filmvorführer Heiko Goßler, der mitunter auch eine Originalfilmrolle "Winnetou II" aus dem Jahr 1964, in dem Mitic eine kleine Rolle gespielt hatte, zum Signieren mitgebracht hat.