Winterdienst hat in diesem Jahr ordentlich zu tun

Bilanz Im Berufsverkehr wird es für Räumfahrzeuge schwierig

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Jens Wappler Foto: Markus Pfeifer

Region. Das Jahr 2019 beschert den Winterdiensten bisher ziemlich viel Arbeit. Am vergangenen Sonntag gab es zum dritten Mal größere Neuschneemengen. Das Räumen klappte aber meistens gut, was unter anderem daran lag, dass auf den Straßen weniger los war.

Bei den Schneefällen im Januar war es dagegen im Berufsverkehr zu Behinderungen gekommen, weil sich LKW festgefahren hatten und dann natürlich auch die Räumfahrzeuge Probleme hatten. Ein weiterer Faktor ist das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. "Beim ersten Wintereinbruch brauchen die Leute eine gewisse Zeit, um sich darauf einzustellen. Dann klappt das schon. Die große Mehrzahl fährt rücksichtsvoll", sagt Jens Wappler, Leiter der Straßenmeisterei in Hermsdorf, die sich mit sechs Fahrzeugen um 170 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen im Altkreis Hohenstein-Ernstthal und rund um Limbach-Oberfrohna kümmert.

Seien Sie rücksichtsvoll

Im gesamten Landkreis Zwickau hat die Straßenmeisterei des Landratsamtes 31 Fahrzeuge im Einsatz. Nicht nur bei den Verkehrsteilnehmern ist Vernunft gefragt. Diese Woche wurde wieder ein Fall bekannt, bei dem ein Schneeräumstreit ausartete. In Weidensdorf schippte ein Anwohner Schnee vom Fußweg auf die Straße, was eine Nachbarin kritisierte. Sie bekam einen Schlag mit der Schneeschippe. Die Verantwortlichen der Räumdienste weisen ausdrücklich darauf hin, dass Schnee nicht zurück auf die Straße geschippt werden darf, weil er dort längst nicht so schnell taut wie mancher vielleicht denkt und beim Überfrieren zu einer Gefahr für Verkehrsteilnehmer wird.