Winterfeuer schweißt Dorf zusammen

Ersatz Landlustverein macht aus der Not eine Tugend

Lauterbach. 

Lauterbach. Ja, die Mitglieder des Lauterbacher Landlustvereins hätten am Sonnabend viel lieber zu ihrem traditionellen Nachtrodeln eingeladen. Da das Wetter in diesem Jahr aber nicht mitspielte, zogen sie ihren Plan B aus der Tasche und ließen am Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr ein zünftiges Winterfeuer lodern. "In diesem Jahr mussten wir zum dritten Mal seit 1999 auf diese Variante zurückgreifen. Dank der tollen Unterstützung durch unsere Feuerwehr können wir den Besuchern hier am Gerätehaus gute Bedingungen für das kleine Fest bieten", sagte Thomas Vizal, zweiter Vorsitzender des Vereines.

Alternativprogramm kommt bei Bewohnern und Gästen gut an

Gleich mehrere Feuerstellen, in denen ausschließlich unbehandeltes Holz in Flammen aufging, sorgten für das entsprechende Winterfeuerflair und trösteten so über das ausgefallene Schlittenspektakel hinweg. Die kleine Dorffete lockte übrigens nicht nur ortsansässige Gäste an. Thomas Ebert war zusammen mit Frau und Töchterchen aus Greiz angereist. "Wir sind bei Freunden in Crimmitschau zu Gast, die uns zu einem Abstecher hierher eingeladen haben. Es ist sehr angenehm hier, nicht überlaufen, gut organisiert und die Leute sind richtig nett. Außerdem: Die Steaks sind der Hammer", schwärmte der 33-Jährige.

Lob auch von Klaus Ketscher (67) aus Lauterbach. "Gerade jetzt in dieser Jahreszeit ist es schön, dass die Leute sich mal wieder treffen, miteinander reden und ein wenig Spaß haben. Solche kleinen Feste halten das Dorf zusammen."