"Wir leben nicht im Frieden, wir leben in der Zeit nach dem Krieg"

Ausstellung Sonderschau zum Ersten Weltkrieg geht zu Ende

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Foto: Tomaz Levstek/Getty Images

Lichtenstein. Die Sonderausstellung "Wenn aus Helden Opfer werden - 100 Jahre Ende Erster Weltkrieg" im Lichtensteiner Daetz-Centrum endet am Sonntag, den 3. Februar. Im Mittelpunkt der Sonderschau, die vom Stadtmuseum gezeigt wird, stehen einzelne menschliche Schicksale in dem Weltkrieg, der Millionen das Leben kostete. Dabei sind es vor allem Personen aus Lichtenstein und Nachbarorten, deren Schicksale in den Mittelpunkt gestellt werden.

Zum Abschluss der Ausstellung, die von Freitag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr besichtigt werden kann, gibt es am Sonntag ab 15.30 Uhr noch eine besondere Veranstaltung. Der Historiker Dr. Justus Ulbricht aus Dresden wird zu Gast sein und einen Vortrag mit dem Titel "Wir leben nicht im Frieden, wir leben in der Zeit nach dem Krieg - Die Toten des Weltkriegs in der politischen Kultur der Weimarer Republik" halten. Dabei geht es auch um unsere vorhandenen oder vergessenen Denkmäler und um die heutige Erinnerungskultur.

Anschließend an den Vortrag soll es auch eine Diskussionsrunde geben. "Das Ende des Ersten Weltkriegs von 100 Jahren könnte für uns ein Anlass sein, über Chancen, Beschränkungen und Abwege aktueller Erinnerungskultur gemeinsam nachzudenken", betont Anne-Sophie Berner, Leiterin des Stadtmuseum. Die Entwicklungen in der Weimarer Republik, der Aufbau einer neuen Gesellschaft und die erhaltenen Denkmäler werden Gesprächsstoff liefern.