"Wir sind ganz schöne Streithähne"

Interview Ella Endlich spricht über ihren Vater, ihre Träume und einen blauen Trabant

Ella Endlich, die bürgerlich Jacqueline Zebisch heißt, wurde 2009 mit ihrer Version "Küss mich, halt mich, lieb mich" aus dem Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" bekannt. Am Dienstag kommt die Berlinerin mir der "Christmas Moments"-Tour nach Zwickau. Ludmila Thiele sprach mit der 28-Jährigen.

Wie werden Sie von Ihrer Familie genannt?

Ella. Seit dem ich den Nachnamen von meinem Vater - Endlich - angenommen habe, hat sich das durchgesetzt.

Sie kommen am 4. Dezember nach Zwickau. Was fehlt Ihnen spontan zu den Stichworten Robert Schumann und Trabant ein?

Zu Schumann fällt mir natürlich die schöne und erhabene Musik ein, ich höre gerne klassische Musik, die beruhigt mich. Zu Trabant: Meine Mutter fuhr mal einen hellblauen Trabant. Für mein drittes Album habe ich auch eine Nummer geschrieben, die "Die DDR" heißt und da erzähle ich ein bisschen darüber.

Die Show steht unterm Motto: Weihnachten wie im Märchen. Werden Sie bei Ihrem Auftritt auch Ihre neue Songs "Eine Weihnachtsparty" und "Wunderland" singen?

Ja, am 23.11. ist meine neue CD "Wintercollage" erschienen, auf der es nur um Wintergeschichten geht. Ich werde bei der Show auch "Küss mich, halt mich, lieb mich" mit Gospelchor singen.

Wie schreiben Sie Ihre Lieder?

Es fängt immer mit einem Text an. Der Text ist immer die Substanz von allem. Da werde ich durch ganz verschiedene Sachen wie Bücher, Filme und Menschen inspiriert. Bei einem Thema, das mir auf der Seele brennt, kommt die Musik auch automatisch.

Ist Ihr Vater, Produzent Norbert Endlich, ihr wichtigster Berater oder strengster Kritiker?

Beides. Wir beide sind momentan ganz schöne Streithähne, weil ich natürlich auch meinen ganz eigenen Kopf habe. Und da arbeiten auch Generationen mit einander und gegen einander.

Ist eine unglückliche Liebe für einen Künstler fruchtbarer als eine glückliche Beziehung?

Ich kann sagen, dass ich sehr von schlechten Erfahrungen profitiert habe.

Was ist zurzeit Ihr größter beruflicher Wunsch?

Dass ich ein schönes drittes Album schreibe und die Leute es toll finden.