Wird Glauchau zur Agricola-Stadt?

Debatte FDP und Freie Wähler müssen Antrag überarbeiten

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Im Bahnhofspark steht ein Agricola-Denkmal. Über den Beinamen für Glauchau wird diskutiert. Foto: Frenzel

Glauchau. Das Gymnasium, ein Chor und eine Apotheke tragen bereits den Namen von Georgius Agricola. Nun soll auch die Stadt den Beiname des bekanntesten Sohnes, der 1494 in Glauchau geboren ist, bekommen.

Der Stadtrat hat zur jüngsten Sitzung nach einer kurzen Debatte die Entscheidung vertagt. FDP und Freie Wähler wollen nun zur nächsten Sitzung, die am 23. Februar stattfindet, einen neuen Anlauf nehmen.

Der Grund: Franz Brunner, Leiter des Fachbereichs für zentrale Verwaltung, hat deutlich gemacht, dass es zwei verschiedene Varianten gibt, um zum Beinamen zu kommen. Erstens: Es wird ein Antrag im sächsischen Innenministerium gestellt, welches Mittweida zur Hochschulstadt und Freiberg zur Universitätsstadt gemacht hat. Zweitens: Der Stadtrat legt selbst fest, dass er die Bezeichnung für Werbezwecke trägt. So haben es beispielsweise Hainichen als Gellertstadt und Pulsnitz als Pfefferkuchenstadt vorgemacht. Der Beiname darf dann aber nicht auf amtlichen Siegeln oder Ortseingangsschildern auftauchen. Die meisten Stadträte, die sich zu Wort gemeldet haben, favorisieren die einfachere und preiswertere Lösung.

"Wir werden die Anregungen neu sortieren und den Antrag zur nächsten Sitzung zur Abstimmung bringen. Mit einer hoffentlich großen Mehrheit", sagt Nico Tippelt (FDP). Bestandteil ist zudem ein Prüfauftrag an die Stadt zum anstehenden Jubiläumsjahr. Am 24. März 2019 wäre Agricola 525 Jahre alt geworden. hof