Wissenschaftler entwickeln Stromnetz weiter

WHZ nimmt an bundesweitem Pilotprojekt teil

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Erneuerbarer Energie möglichst effizient in die Stromnetze zu integrieren ist Ziel des Projektes "Windnode", an dem auch die WHZ mitwirkt. Foto: WHZ

Zwickau. Die Umstellung auf erneuerbare Energien hat die Strompreise in die Höhe getrieben. Auf der anderen Seite speist sich der Stromverbrauch in den neuen Bundesländer schon jetzt zur Hälfte aus solchen Quellen. Dass sich die Energiewende als technologisches und wirtschaftliches Erfolgsprojekt erweist, dafür setzt sich ein neues bundesweites Forschungsvorhaben ein, an dem auch die Westsächsische Hochschule Zwickau ihren Anteil hat. Rund 1,7 Millionen Euro wurden jetzt im Rahmen des Verbundprojekts "Windnode" dafür frei gegeben, wie die WHZ am Mittwoch mitteilte. "Wir werden die Modernisierung der Netze wissenschaftlich begleiten. Das heißt wir schreiben das Konzept für den Netzumbau und werten anschließend aus", erklärt Elektrotechnik-Professor Mirko Bodach. Im Zwickauer Stadtgebiet sollen die neuen Systeme probehalber laufen. "Erstmal müssen wir herausfinden, an welcher Stelle wir neue Energiespeicher und Transformatoren errichten können", so der Wissenschaftler. Die Planungen erstrecken sich bis ins letzte Glied der Kette: "Anschließend können wir beispielsweise sagen, wie sich die Solaranlage auf dem Dach des Eigenheims effizienter nutzen lässt und wie einzelne Geräte im Haushalt eingebunden werden müssen."

Mit den Fördergeldern, die zum Teil vom Staat, zum Teil aus der Wirtschaft kommen, würden über die kommenden vier Jahre fünf neue wissenschaftliche Stellen finanziert. "Wir sitzen in den Startlöchern, im Januar geht es los. Erste Ergebnisse erwarten wir schon für 2017", kündigt Bodach an. Erste Bauarbeiten dürften ebenfalls schon nächstes Jahr beginnen. Sollten sich die Konzepte großflächig durchsetzen, so dürfte davon auch der Verbraucher profitieren. "Unser Ziel ist, dass wir der Bevölkerung letzten Endes ein preiswerteres Wohnen ermöglichen", sagt Bodach.