Witwer mit drei Töchtern erhält große Unterstützung

Aktion Spenden kamen bundesweit zusammen

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André Bartsch (2. v. re.) erfuhr durch Familie Wagner und anderen viel Unterstützung. Foto: N. Schwalbe

Zwickau. Vor etwa zwei Monaten setzte sich Manuela Wagner dafür ein, dass eine Spendenaktion für eine fünfköpfige Familie ins Rollen kam, deren Beispiel Schule machen sollte. Vorausgegangen war diesem Einsatz, an dem sich viele Menschen deutschlandweit beteiligten, der viel zu frühe Tod einer jungen dreifachen Mutter.

Familie konnte sich Beerdigung nicht leisten

Diane Bartsch starb mit 39 an Krebs und ließ ihren Ehemann André mit ihren drei kleinen Töchtern Alexia, 6, Phoebe, 4, und Samantha, 3, zurück. Zum tragischen Verlust kam die Problematik, dass sich die Familie die teure Beerdigung nicht leisten konnte. "Dank der Medien haben wir die stolze Summe von 11.000 Euro zusammenbekommen, um die Familie zu unterstützen. Außerdem hat mein Mann Thomas seine Freizeit damit verbracht, das Wohnzimmer und die Kinderzimmer der Familie zu renovieren", bedankt sich Manuela Wagner bei der Spendenübergabe bei allen Beteiligten in der Versöhnungskirche.

"Es war ein ganz schöner Spagat, Familie Bartsch noch neben meiner Tätigkeit als Lehrer und Fachberater für Lehrbücher zu unterstützen, aber zu helfen, lag mir am Herzen", so Thomas Wagner.

Anonymer Spender erfüllt Herzenswunsch

So sieht echte Nächstenliebe aus. Das dachte sich auch ein anonymer Spender, der den Mädchen einen Herzenswunsch erfüllte und die Familie im nächsten Sommer für zwei Tage ins Disneyland einlud. Die Johanniter übernehmen hier den Fahrdienst und bringen die Familie nach Nürnberg zum Flughafen, von dem aus sie nach Paris starten werden.

"Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen nicht an dem Schicksal anderer vorbeischauen würden", so Manuela Wagner. Auch Diana Reinhold, Leiterin der Kita Schwalbennest, nahm insgesamt 2900 Euro und Spielzeugspenden für die drei Töchter von André Bartsch zum kommenden Weihnachtsfest entgegen. Dies alles kann natürlich keine Mutter ersetzen, aber es zeigt, dass es noch viele empathiefähige Menschen gibt und die Familie nicht "allein" ist.