Wo Bahnlärm die Bürger nervt

Belästigung durch Krach Bundesamt beteiligt Bürger an Aktionsplan

Einher mit Wirtschaftswachstum und ansteigendem Wohlstand geht in aller Regel auch eine deutliche Erhöhung des Personen- und Güterverkehrs. Der daraus resultierenden Lärmzunahme soll nun begegnet werden. Zum 15. November startet die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung am Pilot-Lärmaktionsplan des Eisenbahn-Bundesamtes.

Das Amt, welches seit Jahresbeginn für die Lärmaktionsplanung an den Haupteisenbahnstrecken des Bundes zuständig ist, verfolgt das Ziel, Lärmsituationen außerhalb von Ballungsräumen (als solche gelten Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern) zu erfassen.

In einer ersten Phase, die vom 15.04.2015 bis zum 30.06.2015 lief, waren neben Kommunen und Bürgerinitiativen oder ähnlichen Organisationen auch einzelne Bürgerinnen und Bürger aufgerufen worden, zu melden, wo für sie durch Schienenverkehr bedingte Lärmprobleme auftreten und um welcherlei Lärm es sich handelt. Nach einer Auswertung der Rückmeldungen erschienen im nun auf der Homepage des Bundesamts veröffentlichten Teil A des Lärmaktionsplans die Ergebnisse in Form einer Lärmkartierung.

In der nun anlaufenden zweiten Phase ist erneut Bürgern genau wie Initiativen und Kommunen die Möglichkeit gegeben, zum einen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Ergebnisse sowie zudem die bereits existenten Lärmminderungsmaßnahmen wie etwa Schutzwände in ihrer Effektivität zu beurteilen. Auch Beurteilungen zum bisherigen Ablauf des Pilotprojekts sind erwünscht.

Da eine sofortige Lärmsanierung des gesamten Schienennetzes sowohl aus technischen als auch finanziellen Gründen nicht möglich ist, wird das Eisenbahn-Bundesamt auf Basis des Pilotprojekts, das Mitte 2016 abgeschlossen sein soll, seine Lärmaktionspläne ab 2018 in einem 5-Jahres-Turnus aktualisieren.