Wohnen auf historischem Grund

Katharinenkirchhof ZWG saniert Magazingebäude und baut Torhaus neu

Zwickau. 

Zwickau. Zwischen Schloss Osterstein und der Katharinenkirche in Zwickau befindet sich auf historischem Grund ein kleiner Schatz, sozusagen eine echte Perle aus der städtischen Vergangenheit. Die Zwickauer Wohnungsbaugenossenschaft (ZWG) will vor Ort dem ehemaligen Magazingebäude und dem Torhaus neues Leben einhauchen und Zwickau ein Stück seiner Geschichte zurückgeben. Andreas Löffler von der ZWG erklärte am Dienstag beim Termin vor Ort: "Wir bauen neu, funktional, top-modern, auf historischem Grund und verbinden so traditionelles mit künftigem." Seit April 2017 gehört das etwa 1.725 Quadratmeter große Grundstück im Katharinenkirchhof der Genossenschaft.

Ab November 2018 erfolgten bereits die ersten Sicherungsmaßnahmen am Zwickauer Kulturdenkmal, dem Magazingebäude. Der Neubau des früheren Torhauses steht in den Startlöchern. Vorausgegangen waren hier archäologische Grabungen des Landesamtes für Archäologie Sachsen auf dem Baufeld. Die Realisierung des Vorhabens mit der Schaffung von vier Wohneinheiten und zwei Gewerbeeinheiten im Magazingebäude und neun Wohnungen im neu zu errichtenden Torhaus ist für das dritte Quartal 2020 geplant. Während das östliche Magazingebäude nicht mehr zu retten war und bereits im Juni 2006 abgerissen wurde, erfährt damit nun das westliche Magazingebäude eine Renaissance durch die ZWG. Das zweigeschossige Putzgebäude mit schiefergedecktem Mansardenwalmdach wurde einst 1824 unter Einbeziehung von Teilen der Amtsfronfeste errichtet.

Viele Jahre lagerten hier Mehl und Vorräte für das Schloss Osterstein. Zu DDR-Zeiten wurde das Magazingebäude zudem auch als Wohnraum für den Hausarzt und des Aufsichtspersonal des bis 1962 im Schloss betriebenen Zuchthauses der Stadt Zwickau genutzt.