Wohnzimmeratmosphäre mit René Seidenkranz

Musik Sänger füllt Kulturinsel in Kirchberg

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Neil Young Coversänger René Seidenkranz spielte in der Kirchberger Kulturinsel. Foto: Daniela Weller

Kirchberg. "Es hat Jahre und viel Geld erfordert, bis ich mir die selben Gitarrenmodelle der Marke "Martin" leisten konnte wie mein Idol Neil Young", verrät René Seidenkranz. Mit 14 Jahren fing er an, Musik zu machen, nachdem er auf seiner Klassenreise am Lagerfeuer die ersten Neil Young Lieder gehört hatte. Jetzt füllt der Musiker ganze Konzertsäle.

Der Braunschweiger Vollblutmusiker füllte am letzten Samstag aber nicht nur die komplette Kulturinsel, er lockte auch zwei weitere Musiker spontan auf die Bühne. "Gemeinsam mit Steffen Siegel habe ich mit René das Lied "Heart of Gold" gespielt. Es war unglaublich schön", schwärmt Anja Roocke, Musikerin bei den Murmelmädchen und Inhaberin der Kulturinsel. Beim Soundcheck noch nutzte Seidenkranz sein ganzes Repertoire an Technik, als das Konzert losging, war die Technik mitsamt Verstärker verschwunden.

Spontaner Verzicht auf Technik

"Ich fühlte mich irgendwie wie in meinem Wohnzimmer und aufgrund des tollen Klangs meiner Gitarre habe ich mich spontan entschieden, komplett auf Technik zu verzichten", so der Sänger. Um das Konzert unplugged von Seidenkranz zu hören, kamen Fans aus ganz Deutschland angereist. "Es war eine mystische Stimmung, fast so, als wenn Neil Young selbst dabei gewesen wäre", so Roocke.

Im Herbst will Seidenkranz noch einmal in die Kulturinsel einkehren, und zwar mit seiner Band "Change Partners", die bereits mit dem "Sennheiser Music Award" ausgezeichnet wurden. Seine Gitarren und die von Neil Young sind übrigens von der Marke "Martin Guitars". Christian Friedrich Martin ging 1820 bei Johann Stauffer in Wien in die Lehre des Gitarrenbauers. 1833 war der Sachse gezwungen, sein Geschäft in Markneukirchen aufzugeben und auszuwandern. Seine Firma produziert seitdem bereits in der sechsten Generation in Amerika.