"Wollabwickler-Dings" sucht einen Namen

Schreinerkunst Ehemaliger Journalist geht seinem Hobby nach

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Stefan Seifert sucht einen Namen für seine neueste Idee. Foto: Nicole Schwalbe

Lichtentanne. Seit sieben Jahren geht Stefan Seifert seinem Hobby nach: Schreinern. "Ich habe schon zu DDR-Zeiten bei der Freien Presse gearbeitet, jetzt genieße ich meinen Ruhestand und gehe meinem Hobby nach", erzählt Stefan Seifert auf dem Lochmühlenfest in Hirschfeld.

Seine Ideenwerkstatt "Schönes aus Holz" in Lichtentanne verdient seinen Namen zu Recht, denn der Fotograf und Journalist setzt inspirierende Ideen in Holz um. Dabei nutzt Seifert fast ausschließlich einheimische Hölzer und kreiert allerlei Altbekanntes in außergewöhnlicher Aufmachung. Seien es die "verliebten" Flaschen- und Weinöffner "Adam und Eva", bei denen Adam als Flaschenöffner mit seinen goldenen Glöckchen unterhalb des Holzdübels charmant besticht, oder der Zahnstocherhalter, den man als solchen gar nicht erkennt, weil sich die Zahnstocher in dem Kunstwerk verstecken.

Ideen aus dem Alltag

"Etwas Symmetrisches herzustellen, ist keine Kunst", sagt Seifert. Daher findet man bei ihm viele asymmetrische Geschenkideen. Aber auch Kugelschreiber aus Holz sind nicht zu schwer für den gelernten Fotografen. Seine Inspirationen holt er sich aus dem Alltag oder von seinen Reisen. "Auf der Fähre nach Island habe ich Passagiere beobachtet, die ihre Wolle auf kleinen Spulen hatten, damit sie nicht wegkullern. Also habe ich mich vor zwei Wochen daran gemacht und eine Konstruktion gebaut, bei der weder das Wollknäuel wegläuft, noch sich die Wolle darin verfitzt", so Seifert.

Das "Wollabwickler-Dings" benötigt allerdings noch einen Namen, Kreative sind also herzlich eingeladen, Vorschläge abzugeben. Und wer von dem Meister der Fotokunst noch etwas lernen möchte, der kann seine Kurse an der Volkshochschule Zwickau besuchen.