"Z17" - Demokratietage in Zwickau

Demokratietage Moderatorin Mo Asumang erzählt von Rassismus-Erfahrungen

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Beirat und Alt-OB Rainer Eichhorn mit Ulrike Lehmann (Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte der Stadt Zwickau) und Matthias Bley (Koordinator des Bündnisses) sowie Bürgermeisterin Kathrin Köhler am Donnerstag im Alten Gasometer.. Foto: msz / Alfredo Randazzo

Zwickau. "Z17 - Komm mit!" lautet in diesem Jahr das Motto der Demokratietage. Am Donnerstag stellten im Alten Gasometer Zwickau das Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region, Beirat und Alt-OB Rainer Eichhorn mit der Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragten der Stadt Zwickau Ulrike Lehmann sowie der Koordinator des Bündnisses Matthias Bley und Bürgermeisterin Kathrin Köhler das Anliegen und Programm vor.

"Z17-Komm mit!" soll zum Mitmachen animieren und die Menschen der Region auffordern, sich einzumischen. Kommt mit! Wählt mit! Macht mit! In den verschiedensten Veranstaltungsprogrammen wird sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander gesetzt. Bisher sind 42 Veranstaltungen gemeldet, die zwischen dem 24. April und 8. Mai stattfinden. 15 Tage Programm am Stück bedeuten einen neuen Rekord.

Moderatorin berichtet über ihre Erfahrungen mit Rassismus

Zur traditionellen Eröffnung kann Mo Asumang, Schriftstellerin, TV-Moderatorin und Regisseurin begrüßt werden. Eine Frau, die immer wieder viel Mut beweist. Mo Asumang wurde 1996 Deutschlands erste afrodeutsche TV-Moderatorin. Seitdem arbeitet sie als Moderatorin, Filmemacherin und Schauspielerin. Die Morddrohung einer Neonazi-Band veranlasste sie, sich face-to-face mit dem Thema Rassismus zu beschäftigen. Sie wird über ihre Begegnungen mit dem Ku-Klux-Klan in Amerika berichten und in Auszügen aus ihrem Buch "Mo und die Arier" lesen.

Weitere Höhepunkte sind unter anderem der 1. Mai auf dem Hauptmarkt, eine Ehrenamtsmesse ebenfalls auf dem Hauptmarkt, der "Späti" zur Einweihung und Neugestaltung der Fußgänger-Unterführung an der Zentralhaltestelle, ein Konzert von "Ton, Steine, Scherben" und vieles mehr. Das Spektrum reicht von Theater über Ausstellungen bis hin zu einer fahrenden Straßenbahn, in der das beliebte Format des Kneipenquiz ausgetragen wird.