Zehn Berge im Depot

Schau Erzgebirgische Volkskunstin Gelenau

Das Depot Pohl-Ströher am Gelenauer Emil-Werner-Weg, ist um eine Attraktion reicher: Zur nächsten Weihnachtsschau, die am 30. November eröffnet wird und bis zum 27. Januar 2013 läuft, punktet das Depot nicht nur mit neuen Präsentationen der Volkskunst, der Sammlung Puppen auf Fahrt mit spektakulären Kinderfahrzeugen, einer einmalig großen Deckenspinne sowie dem neuen Café´ im Spielzeugdorf, sondern mit insgesamt zehn Weihnachts- und Heimatbergen.

Drei große Berge stammen aus Gelenau. Der letzte davon wurde von dem Chemnitzer Sammlungsbetreuer Eckard Holler restauriert und wird derzeit im Depot neu aufgebaut. Dazu erklärt Ausstellungsleiter Michael Schuster: "Dieser "Gelenauer Märchenberg" wurde von Kurt Rösler, dem langjährigen Leiter des Gelenauer Schnitzvereines von zirka 1960 bis 1963 gebaut. Seine Töchter Karin Kosemund und Christiane Brüchner haben ihn uns als Leihgabe überlassen. Doch um den Märchenberg in all seiner Schönheit zu zeigen, musste Eckart Holler in mühseliger Kleinarbeit Hand anlegen. Mit diesem Berg haben wir ein neues Thema. Er ist nicht klassisch, nicht orientalisch, aber ein Highlight für Kinder und Junggebliebene." Der Märchenberg zeigt 21 Märchen der Gebrüder Grimm und verführt Jung und Alt zum Träumen. "Ursprünglich mit einer Umlaufzeit von 90 Minuten bewegten sich auf engstem Raum Rotkäppchen, die 7 Geißlein, Rumpelstilzchen, Hänsel und Gretel und viele weitere Märchenfiguren. Aus Zeitgründen können jetzt nach der Restauration die meisten ehemaligen Funktionen nur in kürzerer Abfolge gezeigt werden. Der Neuaufbau war für mich eine Herausforderung, denn ich musste vor allem die vielen Teile sowie die komplexe Mechanik wieder nachempfinden, da keine Pläne oder Aufzeichnungen vorhanden waren", weiß Eckart Holler. Für Michael Schuster steht fest: "Für unser Depot ist es eine Bereicherung, dass der "Gelenauer Märchenberg" wieder aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist."