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Zeit für die Nachfolge des Haribo-Werkes Wilkau-Haßlau drängt

Zukunft Gewerkschaft will schnelle Lösung

Wilkau-Haßlau. 

Wilkau-Haßlau. Pünktlich zum Jahresbeginn treten Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und Betriebsrat wieder in Aktion für die Zukunft des Haribo-Werkes Wesa Wilkau-Haßlau. In einer ersten Zusammenkunft am 4. Januar wurden die Aktivitäten für die kommenden Wochen besprochen. NGG und Betriebsrat begleiten die Suche nach einem Nachfolgeinvestor und drängen auf eine schnelle Lösung. Vorbereitet wird unter anderem eine Betriebsversammlung für den 13. Januar.

"Die Uhr läuft. Wir brauchen schnell eine Nachfolgelösung für das Wesa-Werk. Die kommenden Januarwochen werden entscheidend sein. Alle Beteiligten sind gefordert: vom Nocheigentümer Haribo über mögliche Neuinvestoren bis zur Politik", fordert Thomas Lißner von der NGG. Der Gewerkschafter nimmt seitens der Politik insbesondere den örtlichen Bundestagsabgeordneten Carsten Körber von der CDU und den Ministerpräsidenten Michael Kretschmer in die Pflicht. Mitte Dezember hatten diese bereits von vier Interessenten gesprochen. Lißner weiter: "Es darf dabei nichts über die Köpfe der Beschäftigten hinweg entschieden werden. Drei zentrale Faktoren sind die Anzahl der Arbeitsplätze, eine tarifliche Bezahlung und eine nachhaltige Zukunftsperspektive für Betrieb und Beschäftigte."

Nachdem Haribo am 6. November 2020, die Schließung des Standortes verkündete, erhielten die Beschäftigten viel Unterstützung. Ein Sozialplan und Interessenausgleich wurde abgeschlossen. Danach erfolgt vor April 2021 keine Kündigung. Die Produktion wurde jedoch vor Weihnachten heruntergefahren, die Suche nach einem möglichen Nachfolger läuft.

Offen ist weiterhin das Agieren des Haribo-Konzerns. Bisher hat dieser nicht klargestellt, ob auch ein Übergang an einen anderen Süßwarenhersteller und potenziellen Konkurrenten möglich ist. Sollte das Unternehmen einen solchen Verkauf blockieren, überlegt die Gewerkschaft den Protest mit den Beschäftigten bis zur Unternehmenszentrale in Grafschaft zu tragen.