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Chemnitz

Zeitenwende: Antriebs- und Kraftstoffmix

Automobil 22. Internationaler Jahreskongress in Zwickau beschreibt automobile Zukunft

Zwickau. 

Zwickau. Globale Aufgaben, Auswirkungen auf regionale Zulieferer und Weichenstellungen vor Ort diskutierte der 22. Internationale Jahreskongress der Automobilindustrie am 23. und 24. Oktober in Zwickau. Die Vortragsveranstaltung, das AMZ-Netzwerktreffen und der Unternehmensbesuch bei Tower Automotive führte Entscheider der Industrie, Wissenschaft und Politik aus dem In- und Ausland zusammen.

In der Mobilität ändert sich Einiges

Die Industrie wird sich verändern, wie in 130 Jahren ihres Bestehens nicht, begrüßte Dieter Pfortner, Präsident der IHK Chemnitz, die Teilnehmer. Den Wandel der Automobilhersteller zu Mobilitätsanbietern müssen Zulieferer mit großem finanziellen Einsatz und Motivation mitgestalten. Dabei erwarten Hersteller und Zulieferer politische Fairness: "Manchmal hat man das Gefühl, dass sich politische Vertreter nicht mit den Fakten vertraut machen und dadurch Entscheidungen treffen, die sich gegen die gesamte Branche richten."

Eine Zeitenwende prognostizierte Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor CAR-Center Automotive Research Universität Duisburg-Essen. Das weltweite Wachstum der PKW-Verkäufe muss hinterfragt werden. Probleme bereiten in Europa die Differenz zwischen angestrebten und tatsächlichen Kohlendioxid-Emissionen der PKW-Marken, steigende Kohlendioxid-Emissionen bei einem abnehmenden Marktanteil von Dieselfahrzeugen sowie drohende Strafzahlungen bei Nichteinhaltung der Kohlendioxid-Flottengrenzwerte der Hersteller. Radikale Innovationen + Potenziale sieht der Referent im Tesla-Prinzip (Komfort + Emotionalität), beim Roboter-Auto und Sharing-Business. Fazit: "...es ändert sich alles."

Die "Mobilität der Zukunft" sieht Prof. Dr.-Ing. Gennadi Zikoridse, Institutsdirektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, im Antriebs- und Kraftstoffmix: "In urbanen Zonen wird der Antrieb primär elektrisch sein, weil er zumindest lokal emissionsfrei fährt. Der Verbrennungsmotor wird voraussichtlich auch nach 2050, als Teil eines Hybridantriebs, bestehen bleiben."



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