Zeitreise in die Zukunft und zurück

Sanierung Gotteshaus hat eine neue Turmkugel

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Hoch oben über Waldenburg kamen die Hülsen in die noch verpackte Turmkugel. Foto: Markus Pfeifer

Waldenburg. Ein großer Tag war am Donnerstag für die Gemeinde der Waldenburger Lutherkirche. Der eingerüstete Turm des Gotteshauses hat sein neue Turmkreuz mit einer vergoldeten Kugel bekommen, in der - einer alten Tradition folgend - Gegenstände und Dokumente für spätere Generation verstaut wurden. Unter anderem kamen eine kleine Keramikglocke als Zeichen für das Waldenburger Töpferhandwerk, Getreide-Ähren, ein Satz Euromünzen und eine aktuelle Ausgabe der Tageszeitung "Freie Presse" in zwei Hülsen.

Sogar eine aktuelle Zeitungsausgabe gehört zum Inhalt

Als besondere Beigabe wurde auch ein Gedenkmünze zum 500. Reformationsjubiläum in diesem Jahr beigefügt. "Irgendwann macht dann jemand eine Zeitreise zurück ins Jahr 2017", sagt Pfarrer Ulrich Becker. Zwischen der aktuellen und der letzten Öffnung der Turmkugeln lagen immerhin 119 Jahre. Becker zeigte sich optimistisch, dass das neue Dach wieder sehr lange halten und es bis zu den nächsten Arbeiten entsprechend dauern wird. Denn die Qualität der Bauleistungen sei gut. Auch der Kostenrahmen wurde eingehalten.

1898 fand man Zigarren darin

"Das hat mit der Professionalität aller Beteiligten zu tun", lobte Becker. Er erinnerte in einer kurzen Andacht auch daran, dass die Vorfahren bei der letzten Kugelöffnung im Jahr 1898 eine wichtige Botschaft mitgaben, die auch heute noch zu betonen ist. Denn sie zeigten sich sehr dankbar, für den Frieden. An eine ungewöhnliche Beigabe hatten sie damals auch gedacht. In der alten Kugel fanden sich auch Zigarren.