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ZEV errichtet innovative Trafostation in Marienthal

Stadt Forschungsarbeiten für Projekt "WindNODE"

Zwickau. 

Zwickau. Trotz der frühen Tageszeit sorgten die Arbeiten der Zwickauer Energieversorgung (ZEV) am vergangenen Dienstag im Stadtteil Marienthal für reichlich Aufsehen. Ab 7 Uhr wurde ein Mobilkran in Stellung gebracht, um eine intelligente, weil regelbare, Trafostation und einen innovativen Batteriespeicher auf ihren vorgesehenen Platz an der Bertolt-Brecht-Straße zu platzieren.

Stromfluss wird erforscht

Von dort aus will die ZEV den Stromfluss zu und in den umliegenden Wohnblöcken steuern und erforschen. Diese Maßnahmen geschehen im Rahmen des Forschungsprojektes WindNODE, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. "Von außen betrachtet sehen die beiden Stationen aus wie viele andere, die wir in den letzten Jahren aufgestellt haben. Die Neuerungen stecken jedoch im Inneren der grauen Betonhülle", erklärte Danilo Rabatz, Planungsingenieur bei der ZEV.

Erstmals setzt das Unternehmen einen regelbaren Ortsnetztransformator für die Steuerung ihrer Stromnetze ein. Grundsätzlich wandelt ein Trafo die elektrische Spannung zwischen dem Mittelspannungsnetz - der Ebene, in welcher der Strom verteilt wird - und der Niederspannungsebene bis zum Verbraucher.

"Das besondere an dem regelbaren Trafo ist, dass wir das Übersetzungsverhältnis im laufenden Betrieb steuern können. Also quasi das Schalten an einem Fahrrad, ohne mit dem Treten aufzuhören", erklärte Rabatz fort. Um den innovativen Charakter des Neubaus auch von außen sichtbar zu machen, hat die ZEV den Zwickauer Grafitti-Künstler Swen Gerisch mit der Gestaltung der Gebäudehüllen beauftragt.



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