Zschocken rüstet sich fürs Jubiläum

Feier Dorffest soll an 800 Jahre Ortsgeschichte erinnern

Die Kirche gehört zu den markantesten Gebäuden in Zschocken. Foto: Andreas Wohland

Zschocken. In diesem Jahr feiern die Einwohner von Zschocken die urkundliche Ersterwähnung ihres Orts vor 800 Jahren. Höhepunkt der Feierlichkeiten bildet ein Festwochenende im Juni. Geplant sind in diesem Rahmen unter anderem Tanzveranstaltungen, Ausstellungen, ein Kinderfest sowie ein historischer Festumzug. Um die dafür nötigen Finanzmittel in den Spendentopf zu bekommen, hatte der neu gegründete Heimatverein im vergangenen Jahr bereits einen Flohmarkt auf die Beine gestellt, der auf große Zuspruch traf.

Broschüren mit persönlichen Erlebnissen, Fotos und historischen Dokumenten

Aber es gibt noch mehr Aktivitäten. So arbeitet Ute Rosenbaum, im Berufsalltag Professorin an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau, derzeit an der Erstellung einer Festschrift. Nachdem es im Vorfeld einen entsprechenden Aufruf gab, meldeten sich bei ihr etliche Zschockener, um entweder persönliche Erlebnisse, Fotos oder historische Dokumente für das Heft beizusteuern. Besonders ergiebig war für Ute Rosenbaum die Zusammenarbeit mit Lothar Stark, einem ausgesprochenen Kenner der Ortsgeschichte. "Ich habe inzwischen sehr viel Material vorliegen. Leider kann ich auf den geplanten 40 Seiten der Festschrift nicht alles unterbringen", sagte sie. Es ist vorgesehen, die Broschüre in einer Auflage von 500 Exemplaren drucken zu lassen. Der erste dokumentierte Nachweis von Zschocken findet sich in einer markgräflichen Urkunde aus dem Jahre 1219. Der Ort war einst eines der größten Bauerndörfer im Erzgebirge, was ihn für die Herrschaften zu Wildenfels, Hartenstein sowie die Klöster Grünhain und Zelle bei Aue zu einer Art "Kornkammer" machte.