Zum Lernen in ein fremdes Land

Schüleraustausch Eigeninitiative und Ideen sind gefragt, wenn Kinder ins Ausland wollen

Ein Schuljahr im Ausland ist eine wertvolle Erfahrung für jeden jungen Menschen. Eintauchen in eine fremde Kultur, eine neue Sprache lernen und Freunde auf der ganzen Welt finden: Mit den Austauschprogrammen von AFS Interkulturelle Begegnungen können Jugendliche eines von 50 Ländern weltweit entdecken. Neben Programmen für ein ganzes Schuljahr bietet AFS Jugendlichen im Alter von 15 bis 18 Jahren auch den Austausch für ein Schulhalbjahr an. Die Hauptbewerbungsphase für die Sommerabreise 2013 läuft noch bis 31. Oktober 2012. Vor hohen Kosten braucht niemand zurückzuschrecken: Jeder dritte Jugendliche wird von AFS bei der Finanzierung des Auslandsaufenthalts unterstützt. In Kooperation mit namhaften Förderern wie der Robert Bosch Stiftung, der Stiftung Mercator oder auch der Kreuzberger Kinderstiftung vergibt AFS jedes Jahr zahlreiche Teilstipendien bis zu 5.000 Euro und teilweise mehr. Ausschlaggebend für die Vergabe sind weniger die schulischen Leistungen, sondern die hohe Motivation in ein bestimmtes Land zu gehen oder vielmehr die finanzielle Situation der Familie. Die Aussichten auf ein Stipendium steigen, wenn der Austausch in ein Land in Osteuropa, Asien oder Lateinamerika geht. Darüber hinaus vergibt AFS an Jugendliche aus Sachsen eine Reihe von Stipendien, die für im AFS-Stipendienfonds vorgehalten werden: die sogenannten Sachsen-Stipendien. Eine Alternative oder sogar Ergänzung zum Stipendium ist das Schüler-Auslands-BAföG. Dieses können Schüler bei einem Auslandsaufenthalt von mindestens sechs Monaten zusätzlich beantragen. Berechnet wird der staatliche Zuschuss auf Grundlage des Einkommens und Vermögens des Jugendlichen und seiner Eltern. Anders als bei studentischen Darlehen muss der Zuschuss aber nicht zurückgezahlt werden.

Genauere Informationen dazu findet man auf der Internetseite http://www.das-neue-bafoeg.de.

Viele Jugendliche versuchen darüber hinaus mit kreativen Ideen weitere finanzielle Unterstützung im Austauschland zu erhalten. So auch AFS-Programmteilnehmerin Julia Krause, die für ein Jahr in Indonesien war: Auf der Homepage der indonesischen Botschaft fand sie eine Liste mit deutschen Firmen, die in Indonesien eine Außenstelle oder ein Partnerunternehmen haben. Diese schrieb sie an und schilderte ihr Anliegen. Der Erfolg gibt soviel Eigeninitiative recht: "Tatsächlich erhielt ich von einer kleinen Firma ein Stipendium in Höhe von 750 Euro."