Zwei Brüder mimen jungen Maler

Film Luis und Sem Faisst aus Reinsdorf auf Spuren von Max Pechstein

Zwickau. Dass Zwickau einer der Schauplätze in einem Kinofilm über den Maler Max Pechstein sein wird, ist inzwischen einigen Stadtbewohnern und Kulturinteressierten bekannt. Und, dass die Premiere des Filmes im Zwickauer Filmpalast Astoria stattfinden soll. Was weniger bekannt sein dürfte, ist, dass zwei Brüder aus Reinsdorf - Luis Faisst (16) und sein Bruder Sem (10) - darin mitspielen.

Die beiden standen kürzlich vor der Kamera als zwei Versionen des jungen Max Pechstein für den Dokumentarfilm über den am 31. Dezember 1881 in Zwickau geborenen Maler. Den zeitgemäßen Haarschnitt verpasste den beiden Brüdern die Zwickauer Maskenbildnerin Caroline Müller-Karl. Die authentische Kleidung stammt aus dem Zwickauer Theaterfundus. "Es machte riesen Spaß, mit den beiden Brüdern zu arbeiten", sagte der Autor und Regisseur Wilfried Hauke, der mit seinem Team fünf Tage lang Aufnahmen für seinen Film machte, der noch in diesem Jahr seine Kinopremiere in Zwickau feiern soll.

Nervosität im Vorfeld

"Meinem Bruder und mir hat es auch großen Spaß gemacht", sagte Luis. Während der 16-Jährige die ältere Version von Pechstein bei den Fahrten in der historischen Straßenbahn durch die Stadt mimte, stellte sein sechs Jahre jüngerer Bruder einen Tag zuvor den künftigen Maler als Chorknaben dar - beim Singen im Dom und beim Betreten des Doms.

Der Viertklässler der Ernst Beyer Schule Reinsdorf gab zu, im Vorfeld ein bisschen aufgeregt gewesen zu sein. "Musst du gar nicht sein. Denn du bist jetzt mein Großvater", scherzte der Co-Produzent des Filmes, der 80-jährige Enkelsohn des Malers, Alexander Pechstein, der auch als Aufnahmeleiter bei den Dreharbeiten agierte. Den Kontakt zu den beiden Brüdern aus Reinsdorf stellte für das Drehteam der Zwickauer Domkantor Henk Galenkamp her.