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Zwickau: Eine eigene Handschrift entwickelt

Jubiläum Künstlerin Marga Drechsel feiert ihren 90. Geburtstag

Zwickau. 

Zwickau. Die Künstlerin Marga Drechsel beging am Samstag ihren 90. Geburtstag. Geboren wurde das Ehrenmitglied des Zwickauer Kunstvereins am 6. Februar 1931 als zweite Tochter des Cainsdorfer Riedel-Schneiders. Dass sie eines Tages Künstlerin wird, war nicht vorauszusehen, denn bereits nach dem Abschluss der achten Klasse musste sie zum Familienunterhalt mit beitragen. Ihr Vater führte sie in die Kunst des Schneiderns ein, zur Künstlerin wurde sie erst durch ihren Mann Edgar Drechsel, den sie in der Baptistengemeinde kennen und lieben lernte.

1952 heiratete sie den 1927 in Niederplanitz geborenen Neulehrer und Kunsterzieher. 1955 besuchte das Ehepaar die Richard-Dölker-Gedächtnisausstellung in Erfurt, die ihre große Leidenschaft für die Wachsmalerei entfachte. 1957 begann sie ihre freiberufliche Laufbahn als Batikerin.

Ehepaar findet gemeinsam Leidenschaft

Ein Jahr später quittierte ihr Mann seinen Schuldienst. Obwohl er bis dahin mit Leib und Seele Lehrer an der Zwickauer Puschkinschule war. Doch die Forderung des Schulamtes: entweder Christ oder Pädagoge - ließ ihm keine andere Wahl. Ab da an arbeiteten die beiden immer Hand in Hand an den großen Batiken - bis zum Tod von Edgar Drechsel im Mai 2010 - und wurden als die "Drechsels" gleichermaßen zu den produktivsten und anerkanntesten und zu besonders bescheidenen und liebenswerten Künstlern der Region. Ausgestellt hat das Paar ab 1959 im In- und Ausland. Heute wird die Mutter von zwei Kindern - Sohn Tristan kam 1955 und Tochter Brünhild 1966 zur Welt - im engsten Familienkreis ihren 90. Ehrentag feiern. Sie wird dabei wie immer in ihrem Haus von Kunst umgeben sein.

"Wir haben eine ganz außergewöhnlich harmonische Ehe geführt. Alles, was ich geworden bin, habe ich meinem Mann zu verdanken", sagt Marga Drechsel, die stolz darauf ist, dass sie als Batiker ihre eigene Handschrift entwickelt hat - und so die javanische zu ihrer Batik-Kunstform gemacht hat, die auch ihr Haus in Weißenborn schmückt- in Form von Gardinen, Kissen, Umhängen und sogar einer ganzen Tapetenwand.



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