Zwickau erhält Kleinod zurück

Galerie Nach umfassender Innensanierung wiedereröffnet

Besucher der Galerie am Domhof rieben sich am Sonntag verwundert die Augen: Mit der seit November 2014 erfolgten Sanierung des im neoklassizistischen Stil erbauten Hauses, ist es gelungen, viele Bereiche des Innenraums entsprechend der ursprünglichen Bauweise wieder herzustellen. Gerade der aus dem Jahr 1878 stammende große Ausstellungsraum mit der historischen Holzkassettendecke war seit einem halben Jahrhundert nicht in diesem beeindruckenden Zustand zu sehen.

Ein ausgewählter Personenkreis konnte sich schon am Freitag vorab informieren. Der Architekt Uwe Daßler führte durch die Räume und erklärte anschaulich die Baumaßnahmen am und im Haus. Schwerpunkte waren dabei insbesondere die Freilegung und Restaurierung der originalen Holzkassettendecke einschließlich des Oberlichtes im Westflügel des Hauses sowie die Wiederherstellung der Raumfarbigkeit.

Hinsichtlich der Kosten stehen aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz", Fördergebiet Zwickau "Historischer Stadtkern" der Gesamtfinanzierung in Höhe von 709.200 Euro Fördermittel in Höhe von 602.820 Euro gegenüber, das entspricht einer 85-prozentigen Förderung.

Die Galerie am Domhof wurde am Sonntag mit der Vernissage zum "Sommersalon des Kunstvereins" wiedereröffnet. Gleichzeitig ist auch eine neue "Kabinettausstellung" mit Werken von Annett Scheller, Annett Haustein und Heidi Bergmann im kleinen Ausstellungsraum im Erdgeschoss zu sehen.

Das Kunsthaus versteht sich generell als eine Anlauf- und Begegnungsstätte für Künstler und Kunstfreunde. In den Ausstellungen werden vor allem Werke von Künstlern aus der Region oder von Künstlern mit eindeutigem Bezug zur Stadt Zwickau ausgestellt. Hierbei gibt das Haus auch jungen Künstlern die Möglichkeit, sich - teilweise zum ersten Mal - der Öffentlichkeit vorzustellen. msz/prm