Zwickau feierte 25 Jahre Deutscher Einheit

Einheit Bürgerfest am Muldeparadies zieht mehr als 3000 Besucher an

Bei strahlendem Sonnenschein, tiefblauem Himmel und spätsommerlichen Temperaturen feierten am Samstag mehr als 3000 Zwickauer ein buntes Bürgerfest im Namen der Freiheit und Demokratie. Veranstaltet wurde es vom Verein Alter Gasometer und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz in Zusammenarbeit mit der Stadt Zwickau, zahlreichen Vereinen und Initiativen sowie regionalen Unternehmen. Dabei wurde nur einen Steinwurf entfernt zur n innerstädtischen Grenze zwischen der sowjetischen und der amerikanischen Besatzungszone auf der Paradiesbrücke erneut eine Mauer errichtet: Dieses Mal allerdings aus ausgedienten Bananenkisten und alles andere als grau. Graffitikünstler von der Kunstplantage sorgten für eine kunterbunte Mauer, die am Ende des Tages der Deutschen Einheit auch noch mit einer Sonnenblume verziert war und am Montag von den Schülern der Klasse 3C der Nicolaischule wieder freudig abgerissen wurde. Eröffnet wurde das Fest von der Oberbürgermeisterin Pia Findeiß. Zu den Festrednern gehörten die Alt-OB Dietmar Vettermann und Rainer Eichhorn. An mehr als 20 Ständen konnten die Zwickauer sich erinnern, zurückblicken und sich informieren. Am Pavillon der "Freien Presse" konnten sie Zeitungsseiten der damaligen Tage nachlesen und sogar eine Kopie von der Titelseite des 3. Oktober 1990 mit nach Hause nehmen. Zum Abschluss des bunten Bürgerfests, das auch Kindern jede Menge bot, spielten die "Bunten Hunde" im letzten Licht des Tages wunderbar nachdenklich machende Lieder. "Damit erinnerten sie auch daran, dass 25 Jahre Deutsche Einheit vor allem eines bedeuten: Freiheit", so die hochzufriedenen Organisatoren.