Zwickau geht die Altlasten an

Sanierung Fördermittel ermöglichen Haldesanierung

Die unter akuter Geldnot leidende Schumannstadt profitiert bei der Beseitigung von Umweltaltlasten von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte, erhält die Stadt für die Sanierung der Halde 20, die den meisten Zwickauerinnen und Zwickauern eher als "Fahrübungsplatz" geläufig sein dürfte, Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro. Der Platz war Anfang letzten Jahres gesperrt worden, mit dem Plan, diesen bis Ende 2014 zu sanieren und im Anschluss anderweitig zu nutzen. Im Zuge einer fachmännischen Untersuchung war jedoch festgestellt worden, dass die Halde 20, auf der ab dem Ende des 19. Jahrhunderts der Abraum aus den Steinkohleschächten der Umgebung gelagert wurde und die später als Mülldeponie diente, instabil ist und daher eine daher die öffentliche Sicherheit gefährde. Ursächlich hierfür ist das mangelhafte Entwässerungssystem der Plateaufläche, das zu Stauungen des Oberflächenwassers führt. Hinzu kommt, dass die Böschungen um den Platz den Sicherheitsvorschriften nicht genügen. In der Folge war die weitere Sperrung ausgesprochen, die insgesamt knapp 320.000 Euro teure Sanierung bislang aber nicht priorisiert worden, womit der Platz brachlag. Mithilfe der nun erschlossenen Gelder soll das Entwässerungssystem der ehemaligen Mülldeponie erneuert und an die Kanalisation angeschlossen werden.