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Vogtland

Zwickau: IHK zeigt sich besorgt

Jahresbilanz Corona bremst Konjunktur im Landkreis

Zwickau. 

Zwickau. Corona hat auch die regionale Wirtschaft "infiziert": Der Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe sank 2020 um 7,4 Prozent auf 7,75 Milliarden Euro. Beim Jahrespressegespräch der Industrie- und Handelskammer (IHK) bezeichnete Präsident Jens Hertwig die Situation als besorgniserregend: "Während die Industrieproduktion leicht anzieht, bedrohen monatelange Schließungen die Existenzen Tausender Unternehmer in Einzelhandel, Gastronomie, Veranstaltungs-, Kultur- und Dienstleistungswirtschaft." Die für die Regionalentwicklung zuständige Referatsleiterin Kathrin Stiller sagte: "Ich verstehe nicht, warum die Non-Food-Läden geschlossen bleiben müssen, denn es ist bekannt, dass das Infektionsrisiko gering ist. Auch Gastgewerbe braucht dringend eine Öffnungsperspektive." Verschlechterte Ertragslage und Finanzsituation wirken sich auch auf Personalplanung und Investitionsgeschehen aus. Torsten Spranger, Geschäftsführer der Regionalkammer Zwickau, sagte: "Die ganze Entwicklung können wir sicher erst in ein Paar Monaten abschätzen. Dann sehen wir, ob sich einige Türen gar nicht mehr öffnen, weil die Unternehmen die Zeit nicht überstanden haben". Eine prekäre Situation signalisiert auch die Reisebranche. Laut einer IHK-Saisonumfrage sprechen 94 Prozent der Reiseunternehmen von einer schlechten Geschäftslage. "Sie hoffen aber auf den Sommer und bieten sehr flexible Stornierungsbedingungen", so Stiller. Zum 31. Dezember 2020 waren im Regionalkammerbereich 17.103 Betriebe - 16 mehr als 2019 - registriert.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank innerhalb eines Jahres um 1191 auf 123.543.



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