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Corona-News

Zwickau im Rallye-Fieber

Motorsport Am Freitag und Samstag geht es wieder rund

Zwickau. 

Zwickau. Endlich geht es in und um Zwickau wieder Rallye-mäßig rund. Nachdem die AvD-Sachsen-Rallye 2019 nach dem tödlichen Unfall des Duos Kai Günther/Sebastian Walker gleich nach der ersten Wertungsprüfung abgebrochen, die Deutsche Rallye Meisterschaft 2020 Corona-Maßnahmen-bedingt komplett abgesagt wurde und der Termin im Mai 2021 für das PS-Spektakel aus dem gleichen Grund nicht zu halten war, steht der Rallye am morgiogen Freitag und dem darauffolgenden Samstag in Zwickau, dem Zwickauer Land und dem Vogtland nichts mehr im Weg.

Volles Programm

Am Freitag, dem 29. Oktober, stehen zunächst vier Wertungsprüfungen auf dem Programm - zwei Mal die Prüfung "Hirschfeld" ab 17.08 Uhr bzw. ab 19.44 Uhr. Die WP 2 und 4 wird wieder der beliebte Zuschauerrundkurs um die Glück-Auf-Brücke sein, wo ab 17.53 Uhr bzw. 20.29 Uhr gefahren wird. Die Pause wird den Fans, für die fünf Bereich mit maximal 1.000 Plätzen geschaffen werden, mit Demofahrten historischer Rallye-Boliden verkürzt.

Tags darauf geht es dann ab 8.05 Uhr mit der WP "Fraureuth" weiter, an die sich die weiteren Zeitenjagden "Pöhl" (9.01 Uhr und 11.34 Uhr), "Vogtländisches Mühlenviertel" bei Leubnitz/Weischlitz (9.50 Uhr und 12.23 Uhr) anschließen. Nachdem die Prüfung "Fraureuth" ein zweites Mal, allerdings ab 13.26 Uhr in umgekehrter Richtung gefahren wurde, stehen zum Abschluss die Prüfungen "Plohn 1" und "Plohn 2 - Power Stage" ab 15.39 Uhr bzw. 18.04 Uhr auf dem Programm.

Nach den insgesamt zwölf Wertungsprüfungen mit einer kumulierten Länge von 146,79 Kilometern sowie 342,25 Kilometern auf den Verbindungsetappen (Total 489,04 Kilometer) werden die siegreichen Teams sowie alle anderen "Finisher" ab 18.54 Uhr im Ziel auf dem Zwickauer Kornmarkt erwartet. Demzufolge ist in den entsprechenden Region und zu den entsprechenden Zeiten mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen, doch weil Sachsen ein echtes Motorsportland mit viel Herz ist, sollte das kein allzu großes Problem darstellen.

Teilnehmerschwund

Natürlich war und ist nach wie vor dazu ein nochmals gesteigerter organisatorischer Kraftakt vonnöten, um unter den bestehenden Corona-Regeln einen niveauvollen Meisterschaftslauf auf die Beine zu stellen. Leider haben aktuell nur 57 Fahrerpaarungen genannt, wobei in dieser Zahl elf überwiegend schwedischen Paarungen des Volvo Euro Cups und elf weitere des ADAC Opel e-Rally Cups enthalten sind, die keine festen Bestandteile der DRM oder des ADAC Rallye Masters sind. Die Opel-Elektro-Autos fahren zudem nicht alle Wertungsprüfungen. Ein Grund für das geringe Nennergebnis dürfte die vergleichsweise hohe und dennoch notwendige Teilnahmegebühr sein.

Drei Westsachsen kämpfen um die Podestplätze

Mit guten Chancen auf einen der vorderen Plätze sind diesmal drei Westsachen am Start. Da wäre zunächst Julius Tannert aus Lichtentanne, der zusammen mit Helmar Hinneberg aus Hamburg einen brandaktuellen Skoda Fabia Rally2 evo pilotiert und als Meisterschaftsdritter sogar noch rechnerische Titelchancen hat. Mit einem weiteren Skoda Fabia Rally2 evo trachten Carsten Mohe aus Crottendorf und Alexander Hirsch aus Tannenberg nach einem versöhnlichen DRM-Saisonabschluss.

Im Vorgängermodell Skoda Fabia R5 mischen der Ex-Rundstreckenprofi Philip Geipel aus Plauen und seine Beifahrerin Kathrin Becker-Brugger aus Hallein in Österreich mit. Nach Sachsen kommt Walter Gromöller aus Gütersloh und dessen Co-Pilot René Meier aus Wilkau-Haßlau zu seinem Heimspiel. Mit einem Opel Ascona 400 des Baujahres 1980 führen sie derzeit die DRM Historic sowie das ADAC Rallye Masters an und wollen natürlich, so nah dran, den bzw. die Titel.

Die weiteren Lokalmatadore

Des Weiteren sind Tino Krajewski aus Jahnsdorf als Beifahrer von Martin Christ aus Geesthacht in einem Mitsubishi Lancer Evo 9), Christoph Gerlich aus Chemnitz auf dem heißen Sitz von Timo Schulz aus Rehlingen-Siersburg in einem Citroën C2 R2 Max mit von der Partie. Komplett (west-)sächsische Duos bilden Rigo Sonntag aus Mülsen und Karsten Schneider aus Zwickau mit ihrem Honda Civic R, Frank Dietzsch aus Netzschkau und Martin Dietzsch aus Limbach-Reimersgrün mit einem Ford Focus ST170, Arwed Jungnickel aus Dresden und Aaron Jungnickel aus Chemnitz mit ihrem BMW 318is E36 sowie die beiden Trabant-Besatzungen Bernd Knote aus Kirchberg und Frank Knote aus Zwickau sowie Mike Knorn aus Neumark und Mandy Seidel aus Schwarzenberg.

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