Zwickau ist auf die Katze gekommen

Theater Katzmann inszeniert Puppenspiel "Das Katzenhaus"

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Regisseur Dennis Katzmann. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Das diesjährige Weihnachtsmärchen des Zwickauer Puppentheaters, das am Samstag seine Premiere feierte, heißt "Das Katzenhaus" vom sowjetischen Schriftsteller Samuil Marschak aus dem Jahr 1922. Inszeniert wurde es von dem jungen Regisseur Dennis Katzmann.

Wer ist Katzmann?

Geboren wurde er 1985 in der damals sowjetischen Ukraine. "Im Russischen heißt Katze ,Koschka' und der Kater ,Kot'. Aus deutscher Sicht könnte man schon von fast von ,Nomen est Omen' sprechen, wenn der Name des Katzenhaus-Regisseurs Katzmann ist", sagt der 32-Jährige schmunzelnd.

1994 kam Katzmann mit seinen Eltern nach Erfurt, wo er aufgewachsen ist. In Berlin hat er Puppenspiel studiert. Seit zwei Jahren lebt er als freischaffender Künstler im slowenischen Ljubljana. Die Zwickauer Puppentheaterdirektorin Monika Gerboc kennt er aus der gemeinsamen Puppenspieler-Zeit am Cottbusser "Piccolo"-Theater.

"Sie wusste, dass ich ,Das Katzenhaus' gerne inszenieren würde. Als sie mich am 13. Oktober anrief und fragte, ob ich kurzfristig als Regisseur für das Stück einspringen würde, sagte ich: Nur, wenn auch meine Frau und mein Sohn (9 Monate) mitkommen dürfen. Denn ich wusste, wie viel Arbeit auf mich zukommen würde und wollte nicht die beiden sechs Wochen lang nicht sehen", erklärt Katzmann.

Somit schließt sich der Kreis

Zur Premiere des Puppenspiels "Das Katzenhaus" fieberte seine slowenische Frau, Professorin für Englisch und Polnisch, mit seinen in Erfurt lebenden Eltern mit. "Für Dennis schließt sich heute ein kleiner Kreis. Als Sechsjähriger spielte er in meiner Katzenhaus-Inszenierung in seinem Kindergarten mit", sagt seine Mutter Kira Katzmann.

Dennis sagt: "Ich liebe das Stück und bin mit Leib und Seele Puppenspieler. Ich würde es gern in Deutsch neu nachdichten und irgendwann selbst spielen", so Dennis, der sowohl Russisch als auch Deutsch perfekt beherrscht.