Zwickau lädt zum "Tag des offenen Denkmals"

Erinnerung Acht Orte laden am 10. September in die Muldestadt

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Der Pulverturm in Zwickau mit Stadtmauerrest präsentiert sich zum Tag des offenen Denkmals. Foto: msz/Alfredo Randazzo

Zwickau. Acht Denkmale öffnen am 10. September in Zwickau ihre Pforten. In diesem Jahr beteiligt sich die Muldestadt bereits zum 24. Mal an dem von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz initiierten und koordinierten "Tag des offenen Denkmals".

Das Jahresthema "Macht und Pracht" ist vielfältig, spiegeln sich doch in der Architektur besonders deutlich Machtverhältnisse in baulicher Pracht, totaler Reduktion auf wesentliches oder auch als Mittel der Propaganda wieder", erklärte Kornelia Weihbrecht, Untere Denkmalschutzbehörde, im Vorfeld des Tages.

Lagerung von Schießpulver

Auf besonderes Interesse dürfte der "Pulverturm" stoßen. Dieser stammt vermutlich aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Neben dem Kornhaus ist er der einzig erhaltene oberirdische Rest der Zwickauer Stadtmauer und wird derzeit saniert. Er wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut, diente der Lagerung von Schießpulver.

1806 ging der Turm in Privateigentum über. Nach dem Abbruch des oberen Turmbereiches erhielt er einen romantischen gartenhausartigen Aufbau mit umlaufender Galerie. Er diente seitdem Wohnzwecken. 1927 kaufte die Stadt den Turm zurück. Die künftige Nutzung ist offen.

Ideen zur zukünftigen Nutzung gesucht

Die Turmanlage ist am Tag des Denkmals von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Erläuterungen zur Geschichte und zu geplanten Baumaßnahmen, zum Verkauf von Souvenirs und Kunstobjekten aus dem Holz des Kornhausdachstuhles erfolgt am Informationsstand am Gebäude.

Besucher können auch Ideen zur künftigen Nutzung des Pulverturms vorschlagen. Am Denkmaltag laden außerdem die Katharinenkirche, die Katholische Pfarrkirche St. Johann Nepomuk, die Matthäuskirche in Bockwa, das Rittergut Niedermosel und der Handwerkerhof in Planitz zu Entdeckungen ein.