Zwickau legt Schweigeminute ein

Gedenken Für die Opfer des Bergwerkunglücks im Jahr 1960

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Foto: msz / Alfredo Randazzo

Zwickau. Auf dem Zwickauer Hauptfriedhof fand am Donnerstag ein stilles Gedenken für die Opfer des Bergwerkunglücks im Jahr 1960 statt. Mitglieder des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau sowie Repräsentanten der Stadt, Hinterbliebene und Angehörige legten Kränze ab.

Mit diesem Akt wird alljährlich an die 123 Bergleute erinnert, die am 22. Februar vor 58 Jahren im Zwickauer Steinkohlenrevier des damaligen VEB Steinkohlenwerks "Karl Marx" ums Leben gekommen sind. 174 Bergleute waren nach einer Explosion und den dadurch entstandenen Brand in über 1000 Metern unter Tage eingeschlossen. Rettungskräfte waren sofort zur Stelle, konnten aber nur etwa 40 Bergleute lebend aus der Tiefe retten.

Es war das größte Grubenunglück in der DDR. Seit 2017 läuten an diesem Tag von 10 Uhr bis 10.15 Uhr die Zwickauer Kirchenglocken und begleiten die Veranstaltung auf dem Hauptfriedhof.