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Zwickau: Prozess zur FDJ-Demo zum zweiten Mal unterbrochen

Justiz Mit Einsatz großer Polizeikräfte wurden die Blauhemden beschlagnahmt

Zwickau. 

Zwickau. Am Amtsgericht Zwickau verhandelte am Mittwoch Richter Jürgen Dietel gegen vier Aktivisten der sogenannten "FDJ-Bewegung". Sie hatten vor rund einem Jahr im März 2020 den Zwickauer Rathausbalkon mit einer Leiter erklettert und ein Transparent ausgerollt. Bei eintreffen der Polizei kletterten diese 4 Angeklagten dann selbstständig wieder nach unten.

Blauhemden wurden beschlagnahmt

Gegen 11 Uhr formierten die heute zirka 25 Demonstranten vor dem Zwickauer Rathaus erneut, zogen dann bei teilweise strömenden Regen durch die Stadt und "lieferten" dann die 4 Angeklagten am Zwickauer Amtsgericht ab. Die Verhandlung ist aktuell das zweite Mal unterbrochen. Den ersten Antrag hatte Staatsanwältin Daniela Schwarz gestellt und wurde vom Richter Jürgen Dietel unterstützt. Alle Angeklagten und deren Freunde trugen FDJ Blauhemden. Dies sah Staatsanwaltschaft und Richter als Uniformierung an und unterbrach die Verhandlung. Mit Einsatz großer Polizeikräfte wurden nach zirka 45 Minuten auf Grund eines Eilbeschlusses die im Saal befindlichen Hemden beschlagnahmt.

Verhandlung unterbrochen

Aktuell (14.49 Uhr) ist die Verhandlung unterbrochen, da Antrag 2 geprüft werden muss. Die Anwältin der Angeklagten brachte vor, dass nicht der Ordnungsamtsleiter hätte die Anzeigen stellen müssen, sondern die Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau. Das wird gerade geprüft ob hier ein Verfahrensfehler vorliegt.



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