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Sachsen

Zwickauer Gedenkveranstaltungen eher mau besucht

gedenken Kinder und Jugendliche überlegten sich eine schöne Aktion für das Jubiläum

Zwickau. 

Zwickau. In der Muldestadt sind die Feierlichkeiten zum 30-jährigen-Mauerfall-Jubiläum eher dürftig ausgefallen. Eine kleine Zeremonie am Mauerdenkmal, nahe dem Muldeparadies, war nicht nur verregnet - nein sie war leider auch noch schlecht besucht.

 

Wenn sich in einer 90.000 Einwohnerstadt nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung aufmachen gemeinsam an die friedliche Revolution zu gedenken, zeigt das vielleicht auch die politische Zerrissenheit oder auch Gleichgültigkeit in dieser Stadt. Vielleicht lag es aber auch an der fehlenden Kommunikation und den Einladungen für diese Veranstaltung. Eine umfassendere Planung wäre bestimmt hilfreich gewesen, um möglichst viele Bürger zur Veranstaltung zu locken. So waren nur etwa 55 Leute gekommen, die eine Performance vom Mondstaubtheater und den symbolischen Abriss der Mauer ,hier in Form eines Stück Stoffes, sahen. Diese Aktion hatten sich Kinder und Jugendliche vom Lutherkeller für den 9. November überlegt. Nach rund einer halben Stunde war die Veranstaltung zum 30-Jährigen Mauerfall auch schon vorbei.

 

Egal ob Plauen oder andere Orte in Deutschland, wobei Zwickau sich natürlich nicht mit Berlin vergleichen möchte , haben anlässlich der Feierlichkeiten mehr auf die Beine gestellt, als die Stadt an der Mulde, in deren Wendetagen Zehntausende auf dem Hauptmarkt standen und das forderten was heute scheinbar zur Selbstverständlichkeit geworden. Gestern verteidigte die Stadt weder die wiedererlangte die Freiheit noch die Demokratie, die aktuell mehr denn je wieder in Gefahr verloren zu gehen droht

 

Bürgermeisterin Kathrin Köhler legte mit der 15-jährigen Olivia Tschiersch und Mitglied des Jugendbeirates, einen Kranz für die Mauertoten in Gedenken ab.

 

Zwickauer gedenken jüdischen Mitbürgern

 

Auch versammelten sich Zwickauer zum Gedenken an die Progromnacht am jüdischen Friedhof an der Thürmer Straße und am Georgenplatz am Samstag. Danach Bürger der Stadt die Stolpersteine im Stadtgebiet geputzt, damit diese wieder deutlich sichtbar und lesbar und die Opfer niemals vergessen werden.