Zwickauer Kirchgemeinden fusionieren

Strukturreform Grund: Rückgang der Gläubigen

Zwickau. 

Zwickau. Seit Beginn des neuen Jahres gibt es im Zwickauer Kerngebiet nur noch zwei Kirchgemeinden. Einerseits haben die bisherigen Gemeinden Zwickau-Auerbach, Nicolai und Paulus zur "Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchgemeinde Zwickau" fusioniert.

Auf der anderen Seite ist zum erst vor wenigen Jahren gegründete Kirchspiel Nord, zu dem die Gemeinden Mosel, Crossen, Weißenborn, Moritz- und Lutherkirche gehören, die Kirchgemeinde Eckersbach dazu gekommen. "Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass sich diese notwendigen Veränderungen auf den deutlichen Rückgang von Gemeindegliedern gründen und keine 'Sparmaßnahme um des Sparens Willen' sind", erklärt Pfarrer Anselm Meyer. Der erste gemeinsame Gottesdienst der "Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchgemeinde Zwickau" fand am Neujahrstag in der Marienthaler Pauluskirche statt.

Vorausschauende Planung

Gemeindefusionen standen sachsenweit schon seit Jahren im Raum. Im Mai 2018 hat das Landeskirchenamt seine Vorgabe aus einem Planungspapier aus dem Jahr 2016 erneuert, wonach eine Struktureinheit mindestens 4000 Gemeindemitglieder aufweisen muss, um genehmigungsfähig zu sein. Unter Berücksichtigung der demografischen Veränderungen war darauf zu achten, dass die vorgegebenen Zahlen auch 2025 noch erreicht werden. Ob die mit Jahresbeginn wirkenden zwei Zwickauer Kirchgemeindestruktureinheiten von Dauer sind, steht noch nicht fest.

Dazu hat sich laut Pfarrer Meyer das Landeskirchenamt nicht eindeutig geäußert. Allerdings wurde im Zusammenhang mit der Genehmigung der beiden Struktureinheiten erklärt, dass dazu im Zeithorizont der nächsten fünf Jahre neu geprüft und gegebenenfalls dann auch neu entschieden wird.