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Zwickauer O-Bus ist zurück: Neue alte Technik

Verkehr WHZ-Forscher bringen alte Technik neu auf die Straße

Zwickau. 

Zwickau. Bevor im Sommer 1977 die Ära der Zwickauer Oberleitungsbusse endete, gehörten diese Fahrzeuge mit den markanten Stromabnehmern über mehrere Jahrzehnte hinweg zum Zwickauer Stadtbild. Bedingt durch die Bindung an Oberleitungen und die dadurch eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten, kam seinerzeit das Aus für dieses umweltfreundliche Transportmittel.

 

Genau an diesem Punkt setzt ein Forschungsprojekt der Westsächsischen Hochschule Zwickau an. Dort wurde ein Elektrobus entwickelt, der sowohl mit Batterie, als auch an einer Oberleitung fahren kann. Die WHZ-Tüftler wollen aber mehr und konzentrieren sich bei ihren Überlegungen auf das Problem des Andrahtens. Das könnte der Fahrer wie vor 100 Jahren per Hand erledigen. An der Hochschule arbeitet man aber an zwei wesentlich eleganteren Varianten.

 

Mit Trichtern andocken oder Scannen der Oberleitung

 

Eine sieht vor, dass der Bus an festgelegten Stellen unter die Oberleitung fährt und mit Hilfe von Trichtern dort andockt. Als zweite Möglichkeit wird eine Automatisierung des Vorganges angestrebt. Dabei soll der Bus während der Fahrt die Oberleitung scannen und sich fast überall andocken können. Hierfür wurde ein ausgeklügeltes Stromabnehmersystem entwickelt.

 

Für die Praxiserprobung entstand auf dem Scheffelberg-Campus der Hochschule extra eine 130 Meter lange Teststrecke für Oberleitungsbusse. Das Bundesverkehrsministerium bezuschusst das auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegte Projekt mit insgesamt 2,9 Millionen Euro.



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