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Zwickauer Röhrensteg in Teile zerlegt

Baureport Sanierung des Bauwerks wird umfangreicher und teurer als geplant

Zwickau. 

Zwickau. Die Sanierung des Röhrensteges wird nach derzeitigen Erkenntnissen deutlich umfangreicher ausfallen, als ursprünglich angenommen. Das schlägt sich auch in den Baukosten nieder. Noch vor zwei Jahren ging die Planung von knapp 400.000 Euro aus. Inzwischen ist absehbar, dass wohl rund 200.000 Euro mehr anfallen.

Es muss mehr ausgetauscht werden, als gedacht

Die Gründe für die Kostenerhöhung liegen insbesondere in den Konstruktionselementen. Erst nach dem Abnehmen der Verkleidungen wurde so erkennbar, wie marode deren Zustand wirklich ist. Offensichtlich kam bei vorangegangenen Sanierungen auch Fichtenholz zum Einsatz. Das ist für derartige Bauwerke, die über Jahre der Witterung ausgesetzt sind, ungeeignet. Üblicherweise wird beim Bau von Holzbrücken seit jeher widerstandsfähiges Eichenholz verwendet.

Jetzt müssen erheblich mehr Balken ausgetauscht werden, als anfänglich vorgesehen. Das betrifft auch solche, bei denen es im Laufe der Jahrhunderte zu merklichen Verformungen gekommen ist, die letztendlich die Stabilität des Bauwerkes gefährden können. Augenblicklich sind vom ursprünglichen Röhrensteg nur Teile zu sehen. Hölzer, die wieder eingebaut werden können, müssen aufgearbeitet, nicht mehr verwendbare Bauteile passgenau nachgefertigt werden.

Holzbrücke wurde 1535 erbaut

Bis Ende September soll alles über die Bühne gehen und die Brücke wieder in alter Schönheit über die Mulde führen. Der Röhrensteg ist Sachsens älteste erhaltene Holzbrücke und damit auch historisch bedeutungsvoll. Erbaut wurde sie 1535 zur Sicherung der Trinkwasserversorgung in der Stadt.

Zwei der dafür verwendeten Holzröhren wurden zu Anschauungszwecken unter dem Dach des Röhrensteges angebracht. Verbunden wurde sie einst mit Teilen aus Kupfer oder Messing. Sein heutiges Aussehen erhielt der Röhrensteg erst 1790.



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