Zwickauer Rodelbahn wird erneuert

Massnahme Bauarbeiten schaffen bessere Bedingungen für Rodler

Zwickau. 

Zwickau. Auf der Rennrodelbahn des ESV Lok Zwickau am Westsachsenstadion laufen derzeit umfangreiche Bauarbeiten. Schweres Gerät hat sich in den zurückliegenden Wochen in die Halde gefressen und eine tiefe Schneise angelegt. Dort sollen demnächst zusätzliche Bahnelemente eingebaut werden. Dabei geht es vor allem darum, den Auslauf zu verlängern und steiler zu gestalten. Dieser Umbau macht sich erforderlich, weil sich die 1979 eingeweihte Bahn konstruktiv an den Kriterien der seinerzeit vorhandenen Sommerschlitten orientierte.

Fertigstellung bis zum FIL-Sommercup 2020 geplant

Inzwischen hat sich Rodeltechnik weiterentwickelt. Moderne Schlitten erreichen deutlich höhere Geschwindigkeiten. Auch im Interesse der Sicherheit der Sportler fiel deshalb die Entscheidung zur Umgestaltung der Auslaufzone. Mittlerweile sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen. "Jetzt warten wir auf die neuen Kurvenelemente. Sie werden zusammen mit den vorhandenen Bauteilen den neuen Auslauf bilden", sagte Andrea Müller, stellvertretende Abteilungsleiterin Rodeln beim ESV Lok Zwickau. Knapp 100.000 Euro fließen in das Vorhaben. Noch in diesem Jahr soll die Bahn liegen und nach Fertigstellung der Außenanlagen spätestens zum FIL-Sommercup 2020 wieder als Wettkampfstätte dienen.

Die neuen Bahnelemente werden übrigens in der Werkstatt eines bekannten ehemaligen Rennrodlers gefertigt, der auch die Planung übernommen hat: Hans Rinn. Der heute 66-Jährige ging einst für den ASK Vorwärts Oberhof im Doppelsitzer und im Einzel an den Start. Bei den Olympischen Spielen 1976 und 1980 stand er ganz oben auf dem Treppchen, war mehrfacher Welt- und Europameister. Nach der Wende machte er sich mit der Firma Rinn-Rutschen selbständig, die unter anderem auch Kunststoffrodelbahnen im Fertigungsprogramm hat.